Hallenfußball: A-Junioren: Favoriten quälen sich in die Endrunde - Wacker vor dem SCP

MÜNSTER Die Junioren-Stadtmeisterschaften sind um eine Kuriosität reicher. Bei der 36. Auflage der münsterschen Titelkämpfe stellen erstmals nur acht Vereine die Endrunden-Teilnehmer im Feld der A- und B-Junioren. Auch weil sich am Freitag bei den älteren Jahrgängen die Favoriten durchsetzten, ohne dabei aber zu überzeugen. Bundesligist SC Preußen wurde hinter Wacker Mecklenbeck gar nur Zweiter.

  • Hiltrups Mehdi Ardehari (l.) zog als Tabellenzweiter in die Endrunde ein. Dabei hatte der TuS aber wie auch Westfalia Kinderhaus in der Gruppe A mit Hussain Yaled und seinem Treffpunkt Waldsiedlung einige Mühe.

    Hiltrups Mehdi Ardehari (l.) zog als Tabellenzweiter in die Endrunde ein. Dabei hatte der TuS aber wie auch Westfalia Kinderhaus in der Gruppe A mit Hussain Yaled und seinem Treffpunkt Waldsiedlung einige Mühe. Foto: MünsterView

Dass der 1. FC Gievenbeck bis zur letzten Schlusssirene um den Einzug in die Endrunde zittern mussten, hatte das Trainerduo Benjamin Heeke und Niklas Bonnekessel nicht erwartet. Mit einem standesgemäßen 5:0-Erfolg gegen den mit sechs B-Junioren gespickten SC Gremmendorf startete der Westfalenligist in das Turnier, alles schien nach Plan zu verlaufen. Doch das überraschende 1:1 gegen den VfL Wolbeck und der schnelle 0:1-Rückstand im abschließenden Spiel gegen den Telekom-Post SV brachten den Gastgeber in Zugzwang. Die Nervosität auf dem Feld wuchs, erst Maximilian Franke 2:30 Minuten vor dem Ende erlöste den FCG, für den in Überzahl Alan Bezhaer den zweiten Sieg perfekt machte. „Ich hatte nicht gedacht, dass wir in so eine Konstellation geraten“, gab Heeke zu. „Aber für die Jungs war das eine wichtige Erfahrung, die uns in der Endrunde helfen kann.“

Wolbeck ungeschlagen

Ungeschlagen qualifizierte sich auch der VfL für den entscheidenden Tag. Mit zwei 1:1-Unentschieden gegen den TPSV und Gievenbeck schuf sich Wolbeck eine perfekte Ausgangslage, die das Team von Trainer Luka Rademacher souverän nutzte. Den SCG fertigte der VfL mit 5:0 ab und löste verdient das Ticket für die Endrunde.

Auch in der Gruppe A mussten die favorisierten Bezirksligisten Westfalia Kinderhaus und TuS Hiltrup um das Weiterkommen bangen. Die Kontrahenten, die sich im Top-Duell 1:1 trennten, hatten ihre liebe Mühe mit Treffpunkt Waldsiedlung. Zwar brachte Hiltrups Torwart Patrick Hinkerohe sein Team nach 35 Sekunden mit dem ersten Treffer des Tages in Führung, doch der Außenseiter wehrte sich beim 1:2 beachtlich. „Vielleicht haben uns unsere Gegner unterschätzt. Aber wir haben gute Hallenspieler“, sagte TP-Coach Abdel Aitoujaken, dessen Schützlinge nach dem 2:0 gegen GW Amelsbüren die Chance auf das Weiterkommen hatten.

TP ärgert Westfalia

Ein Sieg gegen Westfalia, und die Überraschung wäre perfekt gewesen. Nach torloser erster Halbzeit nagelte TP-Keeper Adnan Berisha den Ball an die Latte, ehe er zum tragischen Helden mutierte. Ein Rückpass von Mustafa Ali Abdi rutschte ihm unter der Sohle durch. Kinderhaus war auf Kurs, in Überzahl sorgte Joel Sprenger für den Gruppensieg.
Dass sich der TuS als Zweiter einreihte, hatte er auch seinem Schlussmann zu verdanken. Neben seinem Treffer bereitete er gegen Kinderhaus das Tor von Valentino Marjanovic vor und zeichnete sich dazu mit sehenswerten Paraden aus. „Wir haben einige Zeit gebraucht, um ins Turnier zu finden. Ich hoffe, dass das in der Endrunde schneller klappt“, sagte TuS-Trainer Omid Asadollahi.

Nullacht problemlos

Weniger Probleme hatte der SC Münster 08. Schon nach zwei Partien waren die Kanalkicker nach Siegen über den SC Nienberge (4:1) und Borussia (2:0) weiter, schalteten erst gegen den BSV Roxel (0:0) einen Gang herunter. „Wir haben allerdings noch nicht am Limit gespielt. Wir müssen schnell einen Haken hinter die Vorrunde machen“, sagte Nullachts Trainer Manfred Quebe.

Den machte auch SCP-Coach Frank Bajorath zügig. Seine Preußen kamen überhaupt nicht in Tritt, kassierten nach dem mühsamen 2:1 gegen Concordia Albachten dann gegen Wacker eine 1:2-Pleite. Tom Niermann köpfte nach einem fragwürdigen Neunmeter – es war nur eine von zahlreichen unverständlichen Entscheidungen der schwachen Schiedsrichter – den Abpraller zum Siegtreffer ein. Erst durch das 4:1 gegen den TSV Handorf entging der Titelverteidiger dem vorzeitigen Aus. „Ich bin nicht zufrieden, wir haben nicht genug Fußball gespielt“, so Bajorath. „Wir müssen zeigen, dass wir es besser können.“ Und damit hatten die Preußen etwas mit den übrigen Favoriten gemein.
Interessant, was Sie hier lesen? Sport aus Münster gibt's auch als Mail

Bestellen Sie unseren kostenlosen Newsletter und verpassen Sie nichts aus dem Sport in Münster. Hier anmelden und Newsletter auswählen!

Autor
Henner Henning
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    4. Januar 2013, 22:58 Uhr
    Aktualisiert:
    5. Januar 2013, 10:35 Uhr
KOMMENTARE

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

?

KOMMENTAR HINZUFÜGEN

Überschrift (max. 70 Zeichen)
Meine Meinung (Noch  Zeichen verfügbar.)
Benutzername
Passwort
Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschließen.
Um sich registrieren zu können, müssen Sie uns mindestens einen Benutzernamen, ein Passwort und Ihre E-Mail-Adresse mitteilen.

gewünschter Benutzername

gewünschtes Passwort

Wiederholung Passwort

E-Mail

Abonummer

Ich habe die AGB gelesen und stimme diesen zu.

Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und stimme dieser zu.

Einwilligungserklärung:
Ja, ich bin damit einverstanden, dass die Verlag Lensing-Wolff GmbH & Co. KG mich über interessante Bezugsangebote zu ihrer Tageszeitung, zum Bezug per Internet oder zu ihren Reisen per E-Mail und Telefon informiert. Meine Einwilligung zu einer derartigen Kontaktaufnahme zwecks Informationserhalt ist für einen Zeitraum von 2 Jahren gültig. Ich kann jederzeit über meine Einwilligung verfügen, indem ich widerrufe. Die Datenschutzerklärung habe ich gelesen und akzeptiere diese.
ja nein      

Sicherheitsfrage
Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 31 - 1?