Uraufführungen: 2013 wird ein Stefan-Heucke-Jahr
BOCHUM Für Komponist Stefan Heucke war das Jahr 2011 ein Jahr der Uraufführungen. Seine vierte Sinfonie ist in Krefeld uraufgeführt worden, sein Oratorium für den Seligen Nikolaus Groß unter großem Jubel in Duisburg. "In diesem Jahr ist hauptsächlich Arbeit angesagt", erzählt der Bochumer. 2012 ist für den 52-jährigen ein Jahr der Vorbereitung von Großprojekten für 2013.
Der Bochumer Komponist Stefan Heucke schreibt in diesem Jahr mehrere große Werke, die ab 2013 uraufgeführt werden. (Foto: Agentur)
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Aber noch in diesem Jahr, am 3. November, gibt es eine neue Uraufführung. Seine 2009 uraufgeführte Kantate "Vater unser" nach dem Text von Bundestagspräsident Norbert Lammert, hat Stefan Heucke umgearbeitet. Lammert hatte sich gewünscht, dass nur sein deutscher Text, ohne die lateinischen Worte, neu vertont wird.
"Lammert wäre selbst gerne Musiker geworden. Deshalb tut er was für die Künstler," sagt Heucke und freut sich: "Er liebt meine Musik, wir haben ein gutes Verhältnis." Der Bundestagspräsident will zur Uraufführung nach Pirna kommen. Am 10. November gibt es eine zweite Aufführung in Remscheid.
Zum Wagner-Jahr 2013 leistet der Bochumer einen besonderen Beitrag. Als Auftragswerk des Wagner Verbands Dortmund komponiert er einen Variationenzyklus über die Hirtenweise aus Wagners "Tristan".
Wagner-Variationen im Konzerthaus Dortmund
"Die alte Weise sehnsuchtsbang" heißt das 20-minütige Orchesterwerk, das die Dortmunder Philharmoniker am 5. Februar im Philharmonischen Konzert im Konzerthaus Dortmund uraufführen - flankiert von Wagner-Werken. Solistin des Abends ist Wagner-Star Jane Henschel. Dirigieren wird das Konzert der in Dortmund noch gut bekannte Anton Marik. "Das Werk wird nicht nach einer Kopie von Wagners Stil klingen. Aber es hat deutliche Bezüge, und die Hirtenweise wird man erkennen", verspricht der Bochumer.
Residenzkomponist beim Festival im Schloss Cappenberg
Im Sommer 2013 wird Stefan Heucke dann Residenzkomponist des Musikfestivals im Schloss Cappenberg. Dessen Leiterin Mirijam Contzen spielt beide Violinsonaten von Heucke auf CD ein, und der Bochumer will für das Festival auch ein neues Kammermusikwerk komponieren.
Iokaste-Oper mit Birgit Remmert
Größtes Projekt des Bochumers ist die Arbeit an seiner dritten Oper. Die Geschichte von "Iokaste", Mutter und Frau von Ödipus, vertont Heucke als einaktiges, 80-minütiges Monodram für eine Sängerin. Mezzo Birgit Remmert singt, begleitet von den Duisburger Philharmonikern, 2014 die Uraufführung in der Zeche Zweckel in Gladbeck.
Weitere Aufführungen sind in Rotterdam und Luxemburg geplant und machen die schöne, melodiöse Musik von Heucke international noch bekannter. Die Wilhelms-Universität Münster begleitet die Oper mit einem großen pädagogischen Beiprogramm. Und der LWL, der als zweiter Förderer neben der Dörken-Stiftung im Gespräch ist, wünscht sich weitere Aufführungen in Coesfeld und dem Konzerthaus Dortmund.
Thomas Mann-Opern
Danach plant Stefan Heucke, eine Opern-Tetralogie über die vier Romane von Thomas Mann "Josef und seine Brüder". Das Libretto für die vier Opern ist fertig; der Komponist sucht noch ein Opernhaus, das die Werke aufführen möchte.







