„Der erste Gang“ in Gelsenkirchen: Bridget Breiner gab Debüt mit glanzvoller Ballett-Gala
GELSENKIRCHEN Im Musiktheater im Revier mit Spannung erwartet: Das Debüt von Ballettdirektorin Bridget Breiner nach der 33-jährigen Ära von Bernd Schindowski. Ihr zwölfköpfiges Ensemble hat sie ganz neu zusammengestellt: zwölf Tänzer kommen aus elf Nationen; nur drei wurden vom Schindowski-Ballett übernommen; die neue Truppe heißt nun „Ballett im Revier“.
"Der erste Gang" überzeugte mit ausgefallenen Choreographien. (Foto: Radu)
Porträt der Tänzer
Aber den „ersten Gang“ bezieht Bridget Breiner nicht so sehr auf ein Porträt von sich selbst, sondern auf das ihrer Tänzerinnen und Tänzer, denen sie dank der Vielfalt der Choreographien die Möglichkeit eröffnet, ihre individuellen Fähigkeiten zu zeigen und sie auf neuer Bühne erstmals miteinander zu erkunden.
Dem Publikum prägten sich einige Tänzer schon besonders ein: so Bojana Nedanovic, die übrigens in Marl geboren ist, oder Joseph Bunn, der einzige farbige Tänzer im Corps de Ballet.
Solotänzerin
Es ist eine gute Truppe, die sich da zusammenfindet; und sie sieht in Bridget Breiner nicht nur die Chefin, sondern auch die vorbildhafte Solotänzerin; ihr eigenes tänzerisches Vermögen stellte sie an diesem Abend nicht in den Vorder-grund, ließ es aber aufleuchten. Erst am Ende stellte sie schließlich ihre gesamte Truppe in einer Choreographie zu Dvoraks zwölftem Streichquartett vor.
Und hier vor allem zeigte sie deutlich, was ihr „Ballett im Revier“ vom Ballett Schindowski unterscheiden wird: Tanz, der mehr auf Grazie und Schönheit ausgerichtet ist, der vom Spitzentanz kommt und von daher wohl gefälliger sein wird.








