Dreharbeiten: "Was bleibt": Filmcrew in Hertener Bungalow
HERTEN Ein Hauch von Hollywood wehte über den Hertener Nordring. Und Schnee - mitten im Sommer. Ein Haus in der beschaulichen Straße diente Regisseur Hans-Christian Schmid als Kulisse für seinen neuesten Film "Was bleibt - Home For The Weekend", der neben zwei weiteren westfälischen Filmen bei der Berlinale zu sehen ist.
Der Hertener Bungalow bot viel Platz für den Filmdreh von "Was bleibt". (Foto: Gerald von Foris)
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Von Mitte Juni bis Mitte Juli 2011 nistete sich das Filmteam in der Immobilie ein. "Es haben dort bis zu 30 Personen gleichzeitig gearbeitet", so Schmid. Aufmerksam wurde er durch einen Location-Scout auf das Haus am Nordring, der darauf spezialisiert ist, Drehorte zu finden.
Eigentlich spielt das Drama bei Bonn. Dort ist ein Mittdreißiger am Wochenende zu Besuch bei den Eltern. Gedreht wurde aber hauptsächlich in Herten. Der Ort passte.
Klare Linie
"Es sollte ein Haus sein, wie es ein wohlhabender Verleger in den 60ern gebaut hätte", erklärt Schmid. "Es hat schlichte und klare Linien und bot uns die Möglichkeit vieler Blickachsen. So ist das Esszimmer zur Küche und zum Wohnzimmer hin offen und nach draußen gibt es eine große Glasfront. Es gab viel Platz für Kamerafahrten."
Eine gute Optik war wichtig, denn etwa zwei Drittel der Handlung spielen im Bungalow. "Wir haben in Nordrhein Westfalen gesucht, weil der Film von der Filmstiftung NRW gefördert wird", erklärt der Regisseur. Studios scheiden für Schmid aus: "Das sieht man einfach, da sind zum Beispiel Blicke aus dem Fenster nicht möglich."
Fotostrecke "Was bleibt"-Dreh in Herten
Ein weiterer Pluspunkt der Immobilie: Sie stand leer. Es gab noch ein paar Möbel, aber "die konnten wir ohne Probleme entfernen".
Weichen musste auch eine Wand, für eine bessere Blickachse - und der Sommer. "Eine Szene spielt im Winter", erklärt Schmid. Also wurde der Nordring in Weiß getaucht.
Dank an die Anwohner
Neben Schnee gab es weitere Beeinträchtigungen für die Anwohner - etwa Halteverbot auf der Straße. Alles kein Problem: "Die Nachbarn waren sensationell freundlich, stellenweise traten sie als Komparsen auf. Es war schön für uns, dort zu arbeiten." Deswegen gibt es für die Anwohner ein "dickes Dankeschön" im Abspann.










