Emil Schumacher Museum Hagen: Vom Packpapier zur Kunst inspiriert
HAGEN. 1967 fällt in der Umgebung von Minnesota eine dicke Rolle Packpapier von einem Lastwagen - und inspiriert den Informel-Künstler Emil Schumacher zu Arbeiten auf Papier. Unter dem Titel "Minnesota-Suite" sind seine Papierarbeiten aus dieser Zeit im Emil Schumacher Museum in Hagen zu sehen.
"Cayuna" (Ausschnitt) entstand 1968. (Foto: Emil Schumacher Museum)
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Die Kabinettausstellung zeigt zehn Arbeiten, die während seines USA-Aufenthalts 1967/68 entstanden sind, und sieben weitere Werke, die der Maler - zurück in Deutschland - schuf. Die bisher selten gezeigten Arbeiten stammen zum größten Teil aus dem Depot, aber unter den privaten Leihgaben findet sich auch eine Arbeit des Dortmunder Sammlers Koesfeld.
Vielfältig verarbeitet
Bei Schumachers Experimenten diente das profane Packpapier nicht nur als Malgrund, sondern wurde vielfältig verarbeitet - zerrissen, zerknüllt, gefaltet und geschlitzt. Ergebnis: Die Werke liegen auf der Grenze zwischen Relief und Bild - zum Beispiel die zwei verdrehten Papierbahnen mit brauner und weißer Seite.
Acrylfarbe eröffnet neue Möglichkeiten
Eine weitere Neuerung im Schaffen des Künstler während seiner Gastprofessur an der Minneapolis School of Art waren Acrylfarben. Bis zu dieser Zeit habe Schumacher seine Farben stets selbst gemischt - aus Öl und Pigmenten, berichtet sein Sohn Ulrich Schumacher. Mit der neuen Farbe ließen sich die Papierformen verfestigen. Das Werk "Paperdoll", das 1970 entstand, zeigt ein fächerartiges Papiergebilde auf einer bemalten Leinwand.
Die Arbeiten wie "Cayuna" von 1968 tragen alle Namen von Indianerstämmen. Das liege an Emil Schumachers Affinität zu Karl May, so der Sohn.







