Kaiserstadt Aachen gedenkt 2014 Karl dem Großen
Aachen (dpa) Zum 1200. Todesjahr Karls des Großen (814) bereitet Aachen eine dreiteilige Ausstellung zu dem bedeutenden Frankenherrscher vor. Unter dem Titel «Karl Charlemagne der Große» soll sie Kultur und höfisches Leben des Kaisers beleuchten.
«Karl Charlemagne der Große» - Aachen bereitet für 2014 eine große Ausstellung über den Herrscher vor. Foto: Alexander Rüsche (Foto: dpa)
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Bundespräsident Joachim Gauck werde die Ausstellung als Schirmherr am 19. Juni 2014 eröffnen, teilte die Stadt Aachen am Freitag mit. Die Vorbereitungen gingen 2013 in die heiße Phase, sagte ein Sprecher.
Aachen will damit den bedeutendsten Beitrag zum «Karlsjahr» 2014 leisten. Weitere Ausstellungen seien in Berlin und Zürich geplant. Die 3,5 Millionen Euro Kosten für das Projekt will die Stadt unter anderem mit Zuschüssen und Sponsorengeldern finanzieren. Bis zum 20. September 2014 erwartet die Stadt mindestens 130 000 Besucher.
Aachen versteht sich als Stadt Karls des Großen. Dessen Geburtsjahr ist nicht genau bekannt und wird mit 747 oder 748 angegeben. Karl baute in Aachen seine Pfalz, die oft als Wiege Europas bezeichnet wird. Der Kernbau des Aachener Doms gehört zum Unesco-Weltkulturerbe. Der Aachener Karlspreis für besondere Verdienste um Europa ist nach Karl dem Großen benannt.
Die größte Ausstellung im Krönungssaal des Aachener Rathauses beleuchte die Entwicklung Karls vom Frankenkönig zum Kaiser des römischen Reiches, sagte Stadtdirektor und Kulturdezernent Wolfgang Rombey: Karl, der sein Reich zunächst aus dem Sattel heraus beherrschte, der später in Aachen seine prächtige Pfalz baute und ein multikulturelles höfisches Leben geprägt habe. «Aus seinem ganzen Reich hat er Wissenschaftler und Künstler nach Aachen geholt und Entwicklungen angestoßen», sagte Rombey. Thema der Ausstellung werde auch der Mythos Karl sein.
Für die zweite Ausstellung «Karls Kunst» werde die Stadt hochkarätige Kunstwerke aus der Blütezeit der Karolinger nach Aachen holen. Von 66 bedeutenden Kunstwerken aus dieser Zeit möchte die Stadt 33 zeigen, darunter Arbeiten aus Gold und Silber, Elfenbein, Handschriften, Leihgaben unter anderem aus Leipzig, Utrecht, London, und dem Vatikanischen Museum.
Für die dritte Ausstellung «Verlorene Schätze» sollen Teile des ursprünglichen Domschatzes nach Aachen gebracht werden, die bis ins 14. Jahrhundert «verloren gingen». Sie sollen zusammen mit dem in Aachen vorhandenen Domschatz gezeigt werden.







