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28.12.2012 11:07 Uhr
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«Zerstörte Vielfalt» - Berlin erinnert an NS-Zeit

Berlin (dpa) Mit Ausstellungen, Stadtführungen und Plakaten in der ganzen Stadt erinnert Berlin 2013 an den Machtantritt der Nationalsozialisten vor 80 Jahren.

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«Zerstörte Vielfalt» - unter diesem Motto wollen die landeseigene Kulturprojekte-Gesellschaft sowie dutzende Initiativen in den Stadtteilen an Fakten und Folgen der Diskriminierung und Vertreibung der Juden aus dem öffentlichen Leben nachzeichnen, etwa bei den Pogromen vom 9. November 1938.

Ausstellungen und Info-Säulen etwa am Kurfürstendamm und in Berlin-Mitte werden an jene Persönlichkeiten erinnern, die das kulturelle und gesellschaftliche Leben Berlins vor Hitlers Machtübernahme am 30. Januar 1933 prägten. Das Deutsche Historische Museum wird ab Ende Januar im Pei-Bau Anlaufpunkt für das Themenjahr sein, wie die Kulturprojekte GmbH weiter mitteilte.

Ob die Drangsalierung der Presse oder das Schicksal von Gehörlosen - die Folgen der NS-Diktatur für das tägliche Leben werden in mehr als 100 Projekten dargestellt. Ein Internet-Portal wird als Wegweiser freigeschaltet. Unter «stolpersteine-berlin.de» soll es einen Überblick über die mehr als 4000 Stolpersteine geben, die auf den Gehwegen an die Vertreibung der Juden erinnern.

Das NS-Dokumentationszentrum «Topographie des Terrors» wird in mehreren Ausstellungen den Weg der Nationalsozialisten an die Macht und die Formen des Terrors darstellen. Das Alliierten Museum wird deutsche Juden würdigen, die im Dienst der Alliierten standen, wie etwa der Schriftsteller Stefan Heym und der frühere US-Außenminister Henry Kissinger.

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