End of Green in der Sputnikhalle: Konzert ohne große Worte
MÜNSTER Ein ruhiges Intro erklingt, als End of Green aus Stuttgart die Bühne der Sputnikhalle betreten. Eine Ansage gibt es nicht, man startet lieber direkt in den ersten Song. Sänger Michael Huber zieht noch einmal an seiner Zigarette, bevor er anfängt zu singen.
Selbst dunkle Jungs tragen mittlerweile ein Wollmützchen: Sänger Michael Huber von End of Green überzeugt ohne große Show beim »Radau« in der Sputnikhalle. (Foto: Tim Hackemack)
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Fotostrecke End of Green in der Sputnikhalle
Organisiert wurde das Konzert von der Initiative „Radau gegen HIV“ und so ging es am Samstagabend nicht nur um Musik, sondern auch um Aufklärung. Auf einem Tisch in der Sputnikhalle konnte man neben Infoheften über die Immunschwächekrankheit auch Kondome umsonst mitnehmen.Der Sänger schweigt
Michael Hubers Künstlername ist Michelle Darkness. Doch vom dunklen Charakter ist nicht viel zu spüren, er verhält sich während der Show eher ruhig, in sich gekehrt. In den Pausen wendet er sich immer wieder seinem Gitarrenverstärker zu und kehrt damit dem Publikum bewusst den Rücken. Seine Ansagen gehen meist nicht über ein leise geflüstertes Danke hinaus. Seine Gitarre, insgesamt die dritte in der Band, spielt er nur eher selten und sehr bedächtig. Hin und wieder geht er an den Bühnenrand zu einem der Roadies und lässt sich eine Zigarette geben, die er dann genüsslich raucht.
Die Show der Mitstreiter
Die große Show überlässt Huber lieber seinen Mitstreitern. Besonders die beiden Gitarristen setzten Akzente auf der Bühne. Michael Setzer, auch Sad Sir genannt, mit rot gefärbtem Bart, lässt seine langen Rastazöpfe fliegen. Oliver Merkle, Künstlername Kirk Kerker, steht ihm in nichts nach. Die beiden posieren fürs Publikum und lassen das richtige Heavy-Metal-Gefühl aufkommen. Bassist Rainer Hampel, auch Hampez genannt, wirkt mit seinem gepflegten Kurzhaarschnitt fast etwas deplatziert.
Das Publikum tanzt
Den meist in schwarz gekleideten Zuschauern scheint es zu gefallen. Einige tanzen und singen mit, die meisten aber genießen still die Musik. Eine Zugabe verlangen sie dann aber doch lautstark. Ihr Wunsch wird erfüllt. End of Green spielen so insgesamt ein fast zweistündiges, atmosphärisch tolles Konzert, bevor sie sich wortkarg vom Publikum verabschieden.










