Ausstellung: Mit den Augen spazieren gehen
MÜNSTER Die Künstlerin Elke Dombrowski gönnt ihren Ölbildern ein exklusives Format: in der Höhe recht schmal, doch so breit wie eine Kinoleinwand. In diesen cinemascopeweiten Landschaften soll der Betrachter „mit den Augen spazieren gehen“, sagt sie.
Elke Dombrowskis "Panorama" ist im Foyer des Stadttheaters in Münster zu sehen. (Foto: Sabine Müller)
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Inseln des Lichts
Dombrowski malt Stadtlandschaften. Sie scheinen nicht auf Kriegsfuß mit der Natur zu stehen. Obwohl die Münsteranerin Häuser, Säulen, sogar Stadien kippen, in der Luft schweben oder ihre Fassaden bröckeln lässt, die Flächen meist düster sind, braut sich das Ganze nicht zu einer apokalyptischen Stimmung zusammen. Vielmehr schafft sie ein noch undeutliches Arkadien, einen melancholischen Zwischenbereich, in dem sich immer wieder Inseln des Lichts und der Farbe finden.
Elke Dombrowski verwischt ihre Landschaften in einem langen Prozess. Mit den Werken, die sie eigens für das Foyer konzipiert hat, begann sie bereits im Frühsommer. „Sie brauchen Zeit, sich zu entwickeln“, erklärt sie. In verschiedenen Schichten trägt sie Bäume, Hochhäuser, Hütten und Säulen auf. Eindrücke, die sie auf ihren Reisen gesammelt hat. Sie übermalt, nimmt wieder weg. Nach und nach löst sich das Gegenständliche auf.
„Panorama – Raumstücke“ heißt die Ausstellung. Ein wenig abgerückt von der Wand ragen die Bilder tatsächlich in den Raum hinein – und kommen in der Weite des Foyers zu ihrer Geltung.
www.stadttheater.muenster.de







