Venezuelas Präsident: Chávez leidet unter schwerer Lungenentzündung

Caracas Am 10. Januar soll Chávez neu vereidigt werden. Doch Venezuelas Staatschef geht es schlecht. Die offiziellen Mitteilungen zu seinem Gesundheitszustand vermitteln ein immer schlechteres Bild.

  • Venezuelas Präsident Hugo Chavez spricht bei einer Kundgebung in La Guaira am 31.08.2012. Das lange Leiden des krebskranken venezolanischen Staatschefs Hugo Chávez hat den Schockeffekt seines möglichen Machtverzichts gedämpft. Am 10. Januar müsste er vor dem Parlament eine neue Amtsperiode antreten, nachdem er Anfang Oktober die Präsidentschaftswahlen erneut gewonnen hatte. EPA/VENEZUELAN PRESIDENCY (zu dpa KORR: «Venezuela bereitet sich auf «Chavismus ohne Chávez» vor» vom 04.01.2013)  +++(c) dpa - Bildfunk+++

    Venezuelas Präsident Hugo Chavez spricht bei einer Kundgebung in La Guaira am 31.08.2012. Das lange Leiden des krebskranken venezolanischen Staatschefs Hugo Chávez hat den Schockeffekt seines möglichen Machtverzichts gedämpft. Am 10. Januar müsste er vor dem Parlament eine neue Amtsperiode antreten, nachdem er Anfang Oktober die Präsidentschaftswahlen erneut gewonnen hatte. EPA/VENEZUELAN PRESIDENCY (zu dpa KORR: «Venezuela bereitet sich auf «Chavismus ohne Chávez» vor» vom 04.01.2013) +++(c) dpa - Bildfunk+++ Foto: dpa

Wenige Tage vor seiner Vereidigung zu einer neuen Amtszeit hat sich der Gesundheitszustand von Venezuelas Staatschef Hugo Chávez weiter verschlechtert. Er leide an Atemnot aufgrund von Komplikationen nach seiner vierten Krebsoperation, teilte der venezolanische Informationsminister Ernesto Villegas am späten Donnerstagabend (Ortszeit) in einer kurzen Fernsehansprache mit. Die Atemschwierigkeiten seien Folge einer „schweren Lungenentzündung“.

Chávez war am 11. Dezember in Havanna operiert worden. Villegas warnte die Bevölkerung, die Opposition betreibe einen „psychologischen Gerüchtekrieg“ um den Gesundheitszustand des Präsidenten. Die Regierung bekräftige ihr Vertrauen in das kubanische Ärzteteam, das Chávez in Havanna betreut. Der Vizepräsident Nicolás Maduro hatte bereits am Sonntag von der kubanischen Hauptstadt aus von Komplikationen und einer „nicht risikofreien“ Behandlung von Chávez gesprochen.

Machtkampf
 
Maduro ist nach mehreren Tagen in Havanna am Donnerstag nach Venezuela zurückgereist, wo er zusammen mit dem Parlamentspräsidenten Diosdado Cabello bei einem Besuch einer Kaffeefabrik im westlichen Bundesstaat Yaracuy Gerüchte über einen Machtkampf zwischen den beiden Politikern dementierte. Maduro hatte nach eigenen Angaben in Kuba mit Chávez sprechen können.
 
Der 58-jährige Präsident, der am 7. Oktober seine Wiederwahl gewonnen hatte, sollte am 10. Januar vor dem Parlament für die neue Wahlperiode 2012-2019 vereidigt werden. Am Samstag soll der Parlamentsvorsitz für die angehende Legislaturperiode gewählt werden, wie am Freitag die staatliche Nachrichtenagentur AVN bestätigte. Cabello wird wahrscheinlich als Kongresspräsident bestätigt werden. Ihm fiele damit laut Verfassung die Aufgabe zu, Neuwahlen auszurufen, wenn Chávez das Amt nicht übernehmen könnte. 
 

Autor
dpa
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    4. Januar 2013, 16:40 Uhr
    Aktualisiert:
    4. Januar 2013, 16:42 Uhr
KOMMENTARE

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

?

KOMMENTAR HINZUFÜGEN

Überschrift (max. 70 Zeichen)
Meine Meinung (Noch  Zeichen verfügbar.)
Benutzername
Passwort
Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschließen.
Um sich registrieren zu können, müssen Sie uns mindestens einen Benutzernamen, ein Passwort und Ihre E-Mail-Adresse mitteilen.

gewünschter Benutzername

gewünschtes Passwort

Wiederholung Passwort

E-Mail

Abonummer

Ich habe die AGB gelesen und stimme diesen zu.

Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und stimme dieser zu.

Einwilligungserklärung:
Ja, ich bin damit einverstanden, dass die Verlag Lensing-Wolff GmbH & Co. KG mich über interessante Bezugsangebote zu ihrer Tageszeitung, zum Bezug per Internet oder zu ihren Reisen per E-Mail und Telefon informiert. Meine Einwilligung zu einer derartigen Kontaktaufnahme zwecks Informationserhalt ist für einen Zeitraum von 2 Jahren gültig. Ich kann jederzeit über meine Einwilligung verfügen, indem ich widerrufe. Die Datenschutzerklärung habe ich gelesen und akzeptiere diese.
ja nein      

Sicherheitsfrage
Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wie viel ist 37 + 2?