Hintergründe und Rückblick
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Tel Aviv (dpa) Weniger als drei Wochen vor der Parlamentswahl in Israel wird das rechtsorientierte und siedlerfreundliche Lager nach Umfragen immer stärker. Der israelische Rundfunk veröffentlichte eine Umfrage, derzufolge das Mitte-Links-Lager zugleich immer weiter schrumpft.
Ultra-orthodoxe Israelis bei einer Hochzeit: Das Lager rechter, nationalistischer und religiöser Parteien wird in Israel immer größer. Foto: Abir Sultan (Foto: dpa)
Gegenwärtig könne letzteres nur noch mit 47 der insgesamt 120 Sitze in der Knesset rechnen. Das Lager rechter, nationalistischer und religiöser Parteien wird laut der Umfrage seine Zahl der Mandate von gegenwärtig 65 auf 73 steigern.
Das Bündnis Likud-Beitenu kann mit 35 Mandaten rechnen und würde damit stärkste Fraktion. Die noch weiter rechts angesiedelte Partei Habait Hajehudi (Das jüdische Haus) von Naftali Bennett bekäme 18 Mandate. Bennett ist gegen einen unabhängigen Palästinenserstaat und hat sich für die Annexion von großen Teilen des Westjordanlands ausgesprochen. Die sozialdemokratische Arbeitspartei ist laut der Umfrage etwa gleich stark wie Bennetts Partei.
Die Vorsitzende der Arbeitspartei, Shelly Jachimowich, kündigte erstmals eindeutig an, sie wolle keine Koalition mit dem rechtsorientierten Likud des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu eingehen. «Es gibt nur zwei Möglichkeiten: Entweder bildet die Arbeitspartei unter meiner Führung die Regierung oder wir führen die Opposition an», sagte Jachimowich am Donnerstag. Sie begründete dies unter anderem mit dem Rechtsruck innerhalb der Likud-Partei.
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