Hintergründe und Rückblick
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DÜSSELDORF Angesichts zaghafter Bündnissignale der FDP wird in Nordrhein-Westfalen nun nicht mehr nur über eine große Koalition debattiert - auch die Ampel gerät wieder ins Blickfeld. Zum Leidwesen von Jürgen Rüttgers.
SPD und CDU hatten am Donnerstag erste Sondierungsgespräche aufgenommen. (Foto: dpa)
Gerade hatte Rüttgers wieder Hoffnung geschöpft, möglicherweise in einer großen Koalition doch noch Ministerpräsident bleiben zu können. Nun lässt die FDP die „Ampel“ in Nordrhein-Westfalen wieder aufblinken.
Des einen Leid, des anderen Freud´
Die Ampel bringt Rückenwind für SPD-Landesparteichefin Hannelore Kraft, für die eine zweite Option Verhandlungsspielräume in den schwierigen schwarz-roten Sondierungen eröffnet. Allerdings gingen am Montag die Interpretationen weit auseinander, ob FDP-Chef Guido Westerwelle tatsächlich mit einer Regierungsbeteiligung der Liberalen in NRW liebäugelt oder alle nur Irrlichter gesehen haben.
Fest steht: Beim Thema „Ampel“ in NRW eiert die FDP. Kurz nach der Landtagswahl war Westerwelle einer der ersten Freidemokraten, die öffentlich Pflöcke gegen Rot-Gelb-Grün einschlugen. „Wir sehen keine ausreichende Schnittmenge mit zwei Parteien, die mit uns Alibi- Gespräche führen, aber gleichzeitig mit der Linkspartei eine Regierung vorbereiten“, hatte er wiederholt betont. „Wir sind doch nicht die Steigbügelhalter für Sozialisten und Kommunisten.“
Eine Steilvorlage für die FDP-Landtagsfraktion, deren Vorsitzender Gerhard Papke seine Partei eilig auf die Oppositionsrolle festlegte und ebenfalls kurz nach der Wahl vermeldete: „Keine Gespräche über die Ampel“.
Richtungsstreit in der FDP
Tatsächlich gibt es in der FDP einen Richtungsstreit darüber, wie die FDP mit dem politischen Patt nach der Wahl umgehen soll. Landesparteichef Andreas Pinkwart hatte sich anfangs merklich moderater geäußert, bevor er fünf Tage nach der Wahl mit der Absage nachzog: „Die Ampel und Jamaika sind keine Koalitionsoptionen mehr.“
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