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Berlin Der im Kreuzfeuer stehende FDP-Chef Philipp Rösler will nach einem Zeitungsbericht um den Parteivorsitz kämpfen, falls die Liberalen am 20. Januar in Niedersachsen knapp in den Landtag kommen.
Auch wenn die FDP in Niedersachsen nur knapp in den Landtag kommt - Rösler will um den Parteivorsitz kämpfen. Foto: Carmen Jaspersen/Archiv (Foto: dpa)
Der hessische FDP-Landesvorsitzende Jörg-Uwe Hahn appellierte an die eigenen Reihen, interne Diskussionen über die Zukunft von Parteichef Rösler zu beenden. "Jeder sollte jetzt den Wahlkampf konstruktiv unterstützen, und dazu gehört es sicher nicht, rund zwei Wochen vor der Wahl eine Personaldebatte vom Zaun zu brechen", sagte Hahn zu "Spiegel Online" mit Blick auf die Niedersachsen-Wahl am 20. Januar. "Die anhaltende Selbstbeschäftigung bringt die Partei nicht weiter."
Parteifreunde gerügt
Der FDP-Fraktionschef im bayerischen Landtag, Thomas Hacker, rügte Parteifreunde, die Rösler zuletzt infrage gestellt hatten. Die FDP-Führung solle Sachthemen in den Vordergrund stellen, sagte Hacker der Zeitungsgruppe "Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung". "Wenn es Einzelne gibt, die andere Diskussionen führen wollen, dann wird es immer auch Medien geben, die das aufgreifen."

Auf die Frage, ob er mit "Einzelne" Entwicklungsminister Dirk Niebel meine, der über die Feiertage die Personaldebatte angefacht hatte, sagte Hacker: "Ja, da gibt es einige, die vor und nach Weihnachten das eine oder andere Interview gegeben haben." Die FDP habe sich "beim letzten Wahl-Bundesparteitag vor zwei Jahren dezidiert für Philipp Rösler ausgesprochen, betonte der bayerische Politiker. "Wir wollten damals auch ein anderes öffentliches Auftreten. Ich meine, das sollte auch für das Wahljahr gelten - dass man geschlossen hinter dem Führungspersonal steht."
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