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ESSEN Noch ist er eine Vision, ob er je Wirklichkeit wird, ist noch unklar. Doch schon jetzt sorgt er für viel Aufmerksamkeit: der Radschnellweg Ruhr. Jetzt hat er eine wichtige Hürde genommen: Das Bundesverkehrsministerium finanziert eine Machbarkeitsstudie zu dem innovativen Radweg.
(Foto: dpa)
Ein lautes „Nein“ aus Dortmund war die Folge, der Abschnitt dort würde laut Studie etwa 37 Millionen Euro verschlingen, auch wenn der Großteil – so die Hoffnungen – vom Land, Bund und der EU übernommen würde. Zu viel in Zeiten knapper Kassen. „Die Finanzierung, die möglichen Fördermittel, Landes- oder Bundeszuschüsse – all dies muss doch noch geklärt werden“, versucht der RVR, die Wogen zu glätten.
Wohl mit Erfolg: Immerhin kam aus Dortmund die Zustimmung, die Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben. Kosten: 325 000 Euro, bezahlt vom Bundesverkehrsministerium, das laut Sprecherin Sabine Mehwald Radschnellwege „für einen wichtigen Baustein der künftigen Radverkehrsinfrastruktur“ hält.
Im Koalitionsvertrag
Für Ulrich Heckmann wäre der Radschnellweg Ruhr ein „herausragendes Projekt, mit Strahlkraft weit über die Region hinaus“. Natürlich sei – gerade wegen der Finanzen – wohl ein Spagat nötig, „zwischen Premiumprodukt und Bordsteinkante“. Er glaubt an den Radschnellweg: „Der Weg wird kommen, wenn er denn gewollt ist.“ Und politisch ist er das. Die rot-grüne Landesregierung hat sich in den gerade unterschriebenen Koalitionsvertrag zu dem Projekt bekannt: „Wir werden (...) den Bau von Radschnellwegen wie beispielsweise des Radschnellwegs Ruhr unterstützen (...).“
Auf einem Teilabschnitt – zwischen Duisburg und der Uni Essen – wird schon gebaut, auf der alten Trasse Rheinische Bahn. „Noch nicht in der Premiumqualität, die der Radschnellweg haben sollte, aber schon sehr gut“, so Heckmann. Darum ist für ihn der Radschnellweg keine „Spinnerei“. Eine Vision ja – „aber eine Vision mit Bodenhaftung – wir bauen ja schon“.

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