Bald beginnt die Saison: Vorfreude auf Spargel wächst
NRW Auf den Beginn der Spargelzeit warten die Fans des edlen Gemüses mit Hochspannung. Die Saison ist schließlich kurz, Ende Juni ist alles schon wieder vorbei. Damit Sie die Zeit richtig nutzen, beantworten wir die wichtigsten Fragen zum Thema.
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Damit müssen Verbraucher nicht rechnen. Der Winter habe keine negativen Folgen für den Spargel gehabt, erklärt Peter Komp, Geschäftsführer der Vereinigung der Spargelanbauer in NRW. „Der viele Schnee hat sogar dafür gesorgt, dass der Boden gar nicht so durchgefroren war“, sagt Komp.
Ob die Saison bereits in der kommenden Woche beginnt, kann Komp nicht sagen. Es hänge sehr davon ab, wie warm es in den kommenden Tagen wird. Er rechnet damit, dass es spätestens in zwei Wochen soweit sein wird. „Den allerersten Spargel – ganz wenige Kilogramm – gibt es jetzt schon am Niederrhein, dort ist es wärmer.“
Spargel aus dem Ausland ist schon erhältlich. Ist er stärker mit Schadstoffen belastet als heimischer?
„Spargel – ob deutscher oder importierter – ist selten und auch dann nur gering mit Pestiziden belastet“, sagt Sabine Klein von der Verbraucherzentrale NRW. „Das liegt auch daran, dass bei Spargel der essbare Teil unter der Erde dem chemischen Pflanzenschutz nicht ausgesetzt ist.“ Ausländischer Spargel ist also nicht gesundheitsgefährdend.
Weiß oder grün – welche Spargelsorte ist beliebter?
Die Deutschen essen lieber die weißen Stangen, den Bleichspargel. Grüner Spargel hat einen herberen Geschmack und ist zum Beispiel in Frankreich oder Großbritannien beliebter, erklärt Komb. Diese Sorte ist zudem etwas vitaminreicher.
Die Schnittstellen müssen hell und saftig sein, frische Stangen riechen aromatisch und die Stangen glänzen leicht. Beim Aneinanderreiben müssen die Stangen quietschen, rät Sabine Klein. Zudem sollten die Stangen sich kaum biegen lassen.
Wie wird das Gemüse richtig gelagert?
Idealerweise wird es direkt zubereitet und verzehrt. Ungeschält, mit einem feuchten Tuch umwickelt, kann es maximal drei Tage im Gemüsefach des Kühlschrankes aufbewahrt werden, so Verbraucherberaterin Klein.
Gibt es in diesem Jahr genug Erntehelfer?
Bis Mitte März erteilte die Bundesagentur für Arbeit 87 700 Arbeitserlaubnisse für ausländische Saisonarbeitskräfte. Das entspricht ungefähr dem Vorjahresniveau zu diesem Zeitpunkt. Peter Komp rechnet nicht mit Engpässen.
Spargel ist empfindlich, die zarten Köpfe brechen schnell ab. Ist das Stechen auf dem Feld schwierig?
„Man muss es lernen, am Anfang gehen vielleicht ein paar Stangen kaputt, aber dann ist es nicht mehr schwierig“, sagt Komp. Allerdings ist die Arbeit körperlich anstrengend, die Feldarbeiter stechen das Gemüse in gebückter Haltung, was insbesondere bei „Anfängern“ für Muskelkater und Rückenschmerzen sorgen kann.
Von solchen Angeboten nehmen die Bauern Abstand, weil die Pflanze „einfach zu sensibel ist“, sagt Frank Südfeld vom Vestischen Spargelmuseum in Herten. In Seminaren oder Aktionen dürften Teilnehmer einzelne Stangen stechen, nicht aber „im großen Stil“ wie es beim Erdbeerpflücken oder Kartoffelsammeln üblich ist, sagt Südfeld.
Der Beginn der Spargelsaison versetzt nicht nur Feinschmecker in helle Aufregung. Warum fasziniert das Gemüse so?
Peter Komp erklärt sich diese Begehrtheit so: „Spargel können Sie mit Wein, zum Beispiel dem Primeur, vergleichen: Er ist ein Saisonprodukt und da sind die Leute heiß drauf. Deutschen Spargel gibt es eben nur ein paar Wochen.“
Wo liegen in NRW die Hauptanbaugebiete?
Bis auf den Südosten wird praktisch überall im Land Spargel angebaut. Hochburgen sind das Münster- und das Rheinland.











