Australien stöhnt unter extremer Hitze

Sydney (dpa) Eine rekordverdächtige Hitzewelle hat in Australien die Feuerwehr auf dem ganzen Kontinent in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Bei Temperaturen über 40 Grad und teils heftigen Winden sei die Buschbrandgefahr extrem, warnten die Behörden.

« »
1 von 7
  • Ein Australier sucht am Strand von Sydney Abkühlung. Foto: Quentin Jones/Archiv

    Ein Australier sucht am Strand von Sydney Abkühlung. Foto: Quentin Jones/Archiv Foto: dpa

  • Da hilft nur noch das kühle Nass. Die beiden Australierinnen sind vor der Hitze ins Wasser geflüchtet. In Melbourne herrschen zur Zeit um die 40 Grad. Foto:David Grosling

    Da hilft nur noch das kühle Nass. Die beiden Australierinnen sind vor der Hitze ins Wasser geflüchtet. In Melbourne herrschen zur Zeit um die 40 Grad. Foto:David Grosling Foto: dpa

  • Bei Rekordtemperaturen von etwas über 40 Grad vergnügen sich viele Australier im Wasser wie dieser junge Mann in Melbourne. Foto: Davir Crosling

    Bei Rekordtemperaturen von etwas über 40 Grad vergnügen sich viele Australier im Wasser wie dieser junge Mann in Melbourne. Foto: Davir Crosling Foto: dpa

  • Nur noch in Wassernähe ist es in Australien zur Zeit einigermaßen auszuhalten. Diese jungen Leute scheinen die Hitze zu genießen. Foto: David Grosling

    Nur noch in Wassernähe ist es in Australien zur Zeit einigermaßen auszuhalten. Diese jungen Leute scheinen die Hitze zu genießen. Foto: David Grosling Foto: dpa

  • Auch der Hund fühlt sich in Melbourne im Wasser wohler als an Land. Bei Rekordtemperaturen von über 40 Grad sind Haustiere besonders gefährdet. Foto: David Crosling

    Auch der Hund fühlt sich in Melbourne im Wasser wohler als an Land. Bei Rekordtemperaturen von über 40 Grad sind Haustiere besonders gefährdet. Foto: David Crosling Foto: dpa

  • Mit Sonnenhüten und T-Shirts geschützt spielen die Kinder bei zirka 40 Grad in Melbourne im Wasser. Foto: David Crosling

    Mit Sonnenhüten und T-Shirts geschützt spielen die Kinder bei zirka 40 Grad in Melbourne im Wasser. Foto: David Crosling Foto: dpa

  • Auf der Insel Tasmanien bedrohten zwei Buschfeuer Ortschaften. In der Nähe von Dunalley rund 60 Kilometer südlich von Hobart wurden mehrere Dutzend Häuser zerstört. Foto: Rebecca White

    Auf der Insel Tasmanien bedrohten zwei Buschfeuer Ortschaften. In der Nähe von Dunalley rund 60 Kilometer südlich von Hobart wurden mehrere Dutzend Häuser zerstört. Foto: Rebecca White Foto: dpa

In mehreren Städten purzelten Hitzerekorde. «Passt auf euch auf und bringt euch in Sicherheit», twitterte Premierministerin Julia Gillard am Freitag.

In Eucla, 1500 Kilometer östlich der Westküstenstadt Perth, wurden diese Woche 48,2 Grad gemessen - so viel wie nie zuvor in der Region. Perth war so heiß wie seit 80 Jahren nicht. In Hobart an der Südküste der Insel Tasmanien kletterte die Temperatur auf den Rekordwert von 41,8 Grad. In Wudinna in Südaustralien wurden 47 Grad gemessen, in Melbourne 41 und in Adelaide 44. Die höchste Temperatur aller Zeiten wurde 1960 in Oodnadatta in Zentralaustralien gemessen: 50,7 Grad.

Die extrem aufgeheizte Luft verbreitet sich von den Wüstenregionen im Innern des Kontinents über die Bundesstaaten West Australia und South Australia über Victoria, New South Wales, Queensland und das Northern Territory aus. «Das territoriale Ausmaß ist ungewöhnlich», sagte John Naim vom Wetterbüro in South Australia in lokalen Medien. «Mehr als 70 Prozent des Kontinents sind betroffen.»

Auf der Insel Tasmanien bedrohten zwei Buschfeuer Ortschaften. In der Nähe von Dunalley rund 60 Kilometer südlich von Hobart wurden mehrere Dutzend Häuser zerstört. Die einzige Straße zu der größten Touristenattraktion, dem Gefängnis der einstigen Sträflingskolonie in Port Arthur, wurde geschlossen, weil sich dort Buschbrände auszuweiten drohten. Nach zwei feuchten Jahren stehen Büsche und Gräser dicht. Sie sind nun ausgetrocknet und sind für die Flammen ideales Brennmaterial. Die Feuerwehr ordnete Räumungen an. «Abzuwarten bis es womöglich zu spät ist, ist die gefährlichste Option», warnte Feuerwehrchef Mike Brown in Hobart. Viele Leute haben Angst vor Plünderungen, wenn sie ihre Häuser verlassen.

Die Polizei rief die Bevölkerung vielerorts auf, sich in Häusern und Shopping Malls mit Klimaanlage aufzuhalten. Sie warnte davor, Kinder oder Haustiere auch nur kurze Zeit in abgestellten Autos warten zu lassen. Besonders Haustiere brauchten Hilfe. Hitzeschläge drohten, wenn die Tiere nicht in kühlen Räumen gehalten und mit ausreichend Wasser versorgt würden. Adelaide beschloss, den klimatisierten Busbahnhof rund um die Uhr aufzuhalten, um Menschen ohne Klimaanlage Zuflucht zu gewähren.

KOMMENTARE

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

?

KOMMENTAR HINZUFÜGEN

Überschrift (max. 70 Zeichen)
Meine Meinung (Noch  Zeichen verfügbar.)
Benutzername
Passwort
Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschließen.
Um sich registrieren zu können, müssen Sie uns mindestens einen Benutzernamen, ein Passwort und Ihre E-Mail-Adresse mitteilen.

gewünschter Benutzername

gewünschtes Passwort

Wiederholung Passwort

E-Mail

Ich bin damit einverstanden, künftig über Neuigkeiten informiert zu werden

Ich habe die AGB gelesen und stimme diesen zu.

Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und stimme dieser zu.

Sicherheitsfrage
Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wie viel ist 27 - 2?   
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    4. Januar 2013, 12:59 Uhr
    Aktualisiert:
    4. Januar 2013, 13:04 Uhr
THEMEN