Bei Leverkusen: Marode Autobahnbrücke: Laster werden umgeleitet

DÜSSELDORF/LEVERKUSEN Seit Freitag ist die Autobahnbrücke über den Rhein bei Leverkusen für Lastwagen und andere schwere Fahrzeuge gesperrt. Doch noch immer fahren Laser über die Brücke, in der Risse entdeckt worden waren. Jetzt werden die Alternativstrecken besser ausgeschildert.

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  • Die Rheinbrücke der Autobahn 1 bei Leverkusen

    Die Rheinbrücke der Autobahn 1 bei Leverkusen Foto: dpa

  • Ein LKW fährt in Leverkusen über die für LKW gesperrte Rheinbrücke der A1. Viele Lastwagen halten sich nicht an das für sie geltende Fahrverbot auf der Leverkusener Autobahnbrücke, in der Risse entdeckt worden sind.

    Ein LKW fährt in Leverkusen über die für LKW gesperrte Rheinbrücke der A1. Viele Lastwagen halten sich nicht an das für sie geltende Fahrverbot auf der Leverkusener Autobahnbrücke, in der Risse entdeckt worden sind. Foto: dpa


Viele Lastwagen halten sich nicht an das für sie geltende Fahrverbot auf der Leverkusener Autobahnbrücke, in der Risse entdeckt worden sind. Ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Verkehrsministeriums sagte dazu am Montag, ab einem bestimmten Punkt gebe es auch gar keine Möglichkeit mehr, von der Autobahn abzufahren. Insofern könne man den Fahrern teilweise auch keinen Vorwurf machen. Zurzeit werde die Beschilderung verbessert, so dass die Lastwagenfahrer früher auf das Überfahrverbot aufmerksam gemacht werden.

Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen Gewicht

Die Rheinbrücke war am Freitag für Lastwagen, größere Lieferwagen und Wohnmobile gesperrt worden. Die Sperrung gilt für Fahrzeuge mit einem Gewicht von 3,5 Tonnen. Grund dafür sind Risse in der nahezu 50 Jahre alten Brücke aufgrund der Dauerbelastung durch den Verkehr. Am Montag wurde die Brücke von Fachleuten weiter untersucht, um zu klären, ob sich die Schäden verschlimmern.
Die Stadt Köln pocht auf eine weiträumige Umleitung. „Die Hinweise müssen wesentlich früher kommen“, sagte Stadtsprecherin Inge Schürmann. Die Kölner Rheinbrücken könnten den zusätzlichen Verkehr auf keinen Fall verkraften. Das gelte zumindest für den Transitverkehr, der Köln gar nicht zum Ziel habe, also zum Beispiel Lastwagen, die vom Rotterdamer Hafen in den Raum Frankfurt unterwegs seien. Dieser Verkehr könne zum Beispiel teilweise über die Fleher Brücke (A 46) bei Neuss geführt werden. Die Stadt plane auch eine breite Informationskampagne, so sollten Autobahn-Raststätten angeschrieben werden, und die Industrie- und Handelskammer wolle ihre Mitglieder unterrichten. „Wir wollen auch mit den Navi-Herstellern reden, inwiefern die da was machen können“, sagte Schürmann.

Umweg von 70 Kilometern

Vor der Sperrung rollten jeden Werktag durchschnittlich ungefähr 20.000 Fahrzeuge von mehr als 3,5 Tonnen über die Brücke. Der wirtschaftliche Schaden, den die Sperrung verursacht, lässt sich nach Angaben von Ministeriumssprecher Bernhard Meier nicht richtig abschätzen. Viele Fahrer würden aber wohl einen Umweg von 70 Kilometern in Kauf nehmen müssen, mit entsprechend höheren Benzinkosten und Zeitverlust. Ob die Teilsperrung am Montagmorgen zu zusätzlichen Staus geführt hat, konnten Ministerium und Polizei nicht sagen. Ein Polizeisprecher meinte, vor der Brücke staue es sich zur Hauptverkehrszeit praktisch immer.
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Autor
dpa
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    3. Dezember 2012, 15:42 Uhr
    Aktualisiert:
    16. Dezember 2013, 12:40 Uhr