Modehändler Wöhrl: Kartellamt bestätigt Übernahmepläne für SinnLeffers

HAGEN Die Hagener Modekette SinnLeffers mít rund 2000 Mitarbeitern steht vor einem Verkauf an den Nürnberger Mode-Händler Wöhrl. Das Bundeskartellamt bestätigte am Freitag einen entsprechenden Antrag einer Gesellschaft aus der Wöhrl-Familie auf Zusammenschluss mit SinnLeffers.

  • Der Nürnberger Mode-Händler Wöhrl übernimmt nach Informationen der Tageszeitung «Die Welt» die Modekette SinnLeffers mit rund 2000 Mitarbeitern. Das berichtet die Zeitung unter Berufung auf das Bundeskartellamt.

    Der Nürnberger Mode-Händler Wöhrl übernimmt nach Informationen der Tageszeitung «Die Welt» die Modekette SinnLeffers mit rund 2000 Mitarbeitern. Das berichtet die Zeitung unter Berufung auf das Bundeskartellamt. Foto: dpa

Dieser sei bereits am 27. Dezember eingegangen, sagte eine Kartellamtssprecherin. Die Frist für die Prüfung betrage einen Monat.
 
Für diesen Freitag um 13.00 Uhr hat SinnLeffers eine Pressekonferenz am Firmensitz in Hagen angekündigt. Es gehe um „Veränderungen“, über die das Unternehmen berichten wolle, hieß es in der Einladung.
 
Das Familienunternehmen Wöhrl erzielte nach eigenen Angaben im Geschäftsjahr 2010/11 mit 2400 Mitarbeitern an 38 Standorten vor allem in Süd- und Ostdeutschland einen Umsatz von 346 Millionen Euro. SinnLeffers beschäftigt rund 2000 Mitarbeiter in 22 Häusern insbesondere in Nord- und Westdeutschland. Der Jahresumsatz liegt nach Angaben des Sprechers bei gut 300 Millionen Euro.

Traditions-Modehäuser
 
SinnLeffers war 1997 durch die Fusion aus den zwei kleineren Traditions-Modehäusern Sinn und Leffers in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen entstanden. Von 2001 bis 2005 gehörte das Unternehmen zum Essener KarstadtQuelle-Konzern, bis es von der Deutschen Industrie Holding (DIH) übernommen wurde. 2008 meldete SinnLeffers eine Planinsolvenz an. Seit dem Ende des Verfahrens ist das Unternehmen mit deutlich verkleinertem Ladennetz und halbierter Mitarbeiterzahl am Markt. Die Zahl der Filialen verringerte sich von 47 auf weniger als die Hälfte. Schon im ersten Geschäftsjahr nach der Insolvenz hatte SinnLeffers nach eigenen Angaben aber wieder Gewinn erwirtschaftet. 
 
Autor
dpa
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  • Erstellt:
    4. Januar 2013, 11:47 Uhr
    Aktualisiert:
    4. Januar 2013, 11:54 Uhr
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