Rundfunkgebühr neu geregelt - Was sich ändert

Berlin (dpa) Die Rundfunkgebühr wird in Deutschland neu geregelt. Ab dem 1. Januar muss jeder Haushalt den Regelbetrag von 17,98 Euro pro Monat bezahlen. Es spielt dann keine Rolle mehr, ob dort Radio- und Fernsehgeräte stehen.

  • Wer in einer WG wohnt, hat Glück: Künftig zahlt jeder Haushalt nur einmal. Foto: Sören Stache

    Wer in einer WG wohnt, hat Glück: Künftig zahlt jeder Haushalt nur einmal. Foto: Sören Stache Foto: dpa

Bisher musste sich jeder Einwohner in Deutschland bei der Gebühreneinzugszentrale (GEZ) anmelden, wenn er über Radio oder Fernseher verfügte. Berüchtigt waren die Fahnder, die die GEZ aussandte, um in den Wohnungen zwischen Aachen und Zwickau nach unangemeldeten Geräten zu schnüffeln. Für sie gibt es künftig nichts mehr zu tun, aus der GEZ wird der «Beitragsservice».

Mit der Umstellung auf den neuen Rundfunkbeitrag reagiert die deutsche Medienpolitik auf die Internet-Revolution. Ob «Tagesschau» oder «Wetten, dass..?» - längst lassen sich die Angebote nicht nur auf dem Fernseher oder Radio empfangen, sondern auch auf PC, Smartphone oder Tablet. Wenn das Handy ein UKW-Radio hat und «Anne Will» in der Mediathek steht, mutet eine Abgabe auf die klassischen Apparate in der Tat ziemlich alt an.

Für die meisten Bürger wird sich vermutlich wenig ändern: Sie zahlen heute schon den Höchstbetrag von 17,98 Euro, der für Radio plus Fernsehen fällig wird. Rund 600 000 Radiohörer, die keinen Fernseher haben, müssen aber künftig deutlich tiefer in die Tasche greifen. Statt der Grundgebühr von 5,76 Euro wird dann auch für sie der volle Betrag fällig.

Allerdings dürften rund 1,5 Millionen Menschen auch sparen. So muss pro Wohngemeinschaft nur noch einmal gezahlt werden, egal wie viele WG-Genossen unter einem Dach leben; ähnlich ist es bei Menschen mit eigenem Einkommen, die noch bei den Eltern wohnen: Zahlen die Eltern die Gebühr, hören und schauen die Kinder ohne Abgabe. Für Behinderte gibt es eine Sozialklausel, bei Hotels und anderen Betrieben wird der Beitrag gestaffelt.

Die GEZ kassierte zuletzt rund 7,5 Milliarden Euro pro Jahr. Nutznießer sind die Radio- und Fernsehprogramme der ARD, das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF), die zugehörigen Spartenprogramme und das Deutschlandradio.

KOMMENTARE

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

?

KOMMENTAR HINZUFÜGEN

Überschrift (max. 70 Zeichen)
Meine Meinung (Noch  Zeichen verfügbar.)
Benutzername
Passwort
Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschließen.
Um sich registrieren zu können, müssen Sie uns mindestens einen Benutzernamen, ein Passwort und Ihre E-Mail-Adresse mitteilen.

gewünschter Benutzername

gewünschtes Passwort

Wiederholung Passwort

E-Mail

Abonummer

Ich bin damit einverstanden, künftig über Neuigkeiten informiert zu werden

Ich habe die AGB gelesen und stimme diesen zu.

Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und stimme dieser zu.

Sicherheitsfrage
Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 12 x 2?   
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    3. Januar 2013, 15:26 Uhr
    Aktualisiert:
    3. Januar 2013, 15:28 Uhr
THEMEN