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28.02.2012 06:37 Uhr
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Neue Richtlinien: Google vernetzt seine Dienste - Datenschützer alarmiert

NRW Google hat einen großen Schritt ankündigt: Während die neue Datenschutzerklärung nur die schon bestehenden Erklärungen von Google in einem Dokument zusammenfasst, sorgen gerade die neuen Nutzungsbedingungen für eine Menge Zündstoff. Ab dem 1. März sollen die Grenzen zwischen den einzelnen Google-Diensten verschwinden.Stephan Teine

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Für viele Menschen die Tür zum World Wide Web: Die Suchmaschine Google. 

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Google will alle Daten miteinander vernetzen – um die Qualität der Suchergebnisse zu verbessern, wie das Unternehmen erklärt. Wer also etwa im sozialen Netzwerk „Google+“ ein Konto hat und dort beispielsweise seine Hobbys angibt, erhält in Zukunft daran angepasste Antworten. Auch Videos von Youtube oder Einträge im Google-Kalender sollen die Suche beeinflussen. Andere Ergebnisse werden dafür automatisch ausgeblendet. Einen Weg diese Vernetzung abzulehnen gibt es nicht.

Nutzer müssen wissen, was sie von Suchmaschinen erwarten können

„So kommt man beispielsweise an Suchergebnisse, die sonst erst auf der fünften oder sechsten Seite stehen würden“, erklärt Britta Böckmann, Dekanin des Fachbereichs Informatik an der FH Dortmund, die neuen Möglichkeiten. Sie ist von den Vorteilen der neuen, fokussierten Suchergebnisse überzeugt. Allerdings gibt sie auch zu bedenken, dass die Nutzer wissen müssen, was sie im Internet tun und was sie von einer Suche bei Google zu erwarten haben. Eben kein absolut objektives Ergebnis, sondern ein mehrfach gefiltertes, von Programmierungen beeinflusstes Angebot. „Eine einfache Google-Suche ist keine fundierte Recherche“, macht sie deutlich.

Das sei aber nicht nur bei Google so, sondern bei allen Suchmaschinen. „Die arbeiten alle mit ähnlichen Systemen – bei Google ist nur die Verknüpfung der Daten das Neue.“ Aber auch das ändere für sie den Umgang mit dem Internet kaum. Schon jetzt müsse jeder Nutzer sich darüber klar sein, was er im Internet veröffentliche und was er lieber für sich behalte.

Computer mit Zusatzprogramm schützen

Thomas Hoeren, Professor für Medienrecht an der Uni Münster, sieht das größte Problem der neuen Google-Methoden nicht bei den eingeschränkten Suchergebnissen. „Niemand weiß, wo Google die ganzen Datenströme speichert und was das Unternehmen damit intern macht“, warnt Hoeren. Er rät Nutzern, spätestens bei sensiblen Suchen dazu, den eigenen Computer und die eigene Identität mit Zusatzprogrammen zu schützen.

„So kann man die eigene IP-Adresse verschlüsseln und damit verhindern, dass Google persönliche Daten mit dem Suchenden verbinden kann“, erklärt Hoeren. Er sieht die stark automatisierte Suchergebnisse kritisch: „Generell ist es besser, eine Suche präziser durchzuführen, statt sich auf automatische Filter und Abläufe zu verlassen.“

Informationen schwer verständlich

Eine Gefahr für den Datenschutz sieht auch Theo Röhle, Autor von „Der Google-Komplex“, in den neuen Nutzungsbedingungen. Kein Nutzer werde ausreichend über die neuen Entwicklungen informiert. Diese Informationen seien immer noch schwer verständlich – auch wenn viele Unternehmen, darunter auch Google, zuletzt schon viel verbessert hätten.

Allerdings macht er auch deutlich, dass das keine neue Entwicklung sei. „Seit fünf bis zehn Jahren werden die Schritte weg vom anonymen Netz hin zu immer mehr privaten Informationen immer größer und schneller“, sagt er. Röhle warnt die Nutzer eindringlich davor, zu viel von sich selbst preis zu geben.
Wege zur besseren Suche im Internet
Nutzer sollen sich nicht auf die Bewertung der Ergebnisse der Suchmaschinen verlassen. Keine Suchmaschine bringt die objektiv besten Ergebnisse auf die vorderen Plätze. Die Bewertung erfolgt nach eigenen Regeln. Daher auch auf den hinteren Seiten in den Ergebnislisten nach Treffern suchen.
Je detaillierter eine Suche eingegrenzt wird, desto geringer sind die automatischen Einflüsse der Suchmaschinen. Daher lieber mehr Suchbegriffe eingeben, als sich auf die Automatik zu verlassen. Alternativen zu herkömmlichen Suchmaschinen nutzen: www.ixquick.com (hoher Datenschutz), www.metager.de (Ergebnisse von mehreren Suchmaschinen werden miteinander verglichen)
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