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Herr der Schuhe: BVB-Zeugwart Frank Gräfen. (Foto: Defodi)
Am Mittwochabend lenkte BVB-Busfahrer Christian Schulz den Mannschaftsbus der Borussia auf die Autobahn in Richtung Spanien, vollgepackt bis obenhin mit Fußballschuhen, Bällen, Trikots und allerhand anderen Dingen, die der Doublesieger für den täglichen Trainingsbedarf benötigt. „Der Bus ist nicht nur unten in der Ladefläche voll, sondern auch oben“, sagt Zeugwart Frank Gräfen, der die Ausrüstung schon weitgehend vor Weihnachten reisefertig zusammengestellt hatte.
2500 Kilometer auf der Autobahn
2500 Kilometer mussten Schulz und seine zwei Mitfahrer in den vergangenen Tagen abreißen. 30 Stunden reine Fahrzeit liegen heute hinter ihnen, wenn die Profis aus dem Flieger steigen. Gräfen hat für alle Fälle vorgesorgt. Seit 2004 ist er Zeugwart der Borussia – und hat in dieser Zeit schon fast alles erlebt. „Einmal war es morgens im Trainingslager so kalt, dass die Spieler in Handschuhe und Mütze Joggen gegangen sind. Zwei Stunden später brannte die Sonne dann so, dass kurze Hosen angesagt waren.“ Auch diesmal hat Gräfen Regenüberzieher und dicke Trainingsklamotten eingepackt.
Sicher ist sicher, auch wenn die Wetterfrösche konstanten Sonnenschein und frühlingshafte Temperaturen von bis zu 18 Grad vorhergesagt haben. „Auf Experimente lasse ich mich nicht ein.“ Knapp 1600 Kilogramm Gepäck sind insgesamt zusammengekommen. Die Zahlen lesen sich beeindruckend: 120 Paar Fußballschuhe hat Gräfen eingepackt, dazu 60 Paar Laufschuhe, ein Satz Kunstrasenschuhe, 50 Fußbälle, drei komplette Trainingssätze (Shirts, Pullover, Hosen, Stutzen, Funktionswäsche) und vier Trikotsätze für die Testspiele.
Medizinbälle und Massagebänke
Außerdem gehören drei Massagebänke zum Trainingslager-Inventar. Und auch das Lieblingswerkzeug von Felix Magath hat Gräfen in die insgesamt 25 Alu-Kisten gepackt: Die guten alten Medizinbälle.