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Mit vereinten Kräften klären die Osnabrücker die Situation. Borussen-Stürmer Eric Durm (vorn) scheitert knapp. (Foto: Laryea)
Die Borussen verharren als Vorletzter auf den Abstiegsplätzen, da ausgerechnet an diesem Spieltag die gesamte Konkurrenz im Kampf um den Klassenerhalt mitpunktete. Mutlos macht dies die Gastgeber aber keineswegs.
In einer mitreißenden Partie vor 2809 Zuschauern im Stadion Rote Erde traf Mannschaftskapitän Florian Hübner zum 1:1 (72.) für den BVB. Zuvor hatte Claus Costa eine Unachtsamkeit der Borussen-Hinterreihe genutzt und nach einem Konter fast wie aus dem Nichts das Führungstor für den VfL erzielt.
Direkt verwandelt
Zum großen Jubellauf startete jedoch Florian Hübner, dessen direkt verwandelter Freistoß nach einem Foul an Jonas Hofmann flach zum Ausgleich für Schwarzgelb im Osnabrücker Tor einschlug. Mochten die wohl annähernd 2000 mitgereisten Fans des Spitzenreiters wie erstarrt dem Treiben zuschauen. Die Borussen feierten überschwänglich ihren Helden, dessen erster Saisontreffer die wohl beste Saisonleistung der Dortmunder krönte.
Schwarzgelb spielte eindrucksvoll auf Augenhöhe mit dem erklärten Aufstiegskandidaten aus Niedersachsen. Auch ohne Stürmer Balint Bajner (Muskelfaserriss im Oberschenkel), „Sechser“ Marvin Bakalorz (Rot-Sperre) und Mittelfeldspieler Leonardo Bittencourt (Sprunggelenksverletzung im Abschlusstraining der Profis) spielten die Hausherren „frech nach vorn“, wie es BVB II-Trainer David Wagner gefordert hatte.
Große Leidenschaft
Erfolgreiches Zweikampfverhalten, schnelle Balleroberung und ein schier unerschöpflich sprudelnder Quell voller Leidenschaft machten den BVB zum ernsthaften Gegner für den VfL, dessen Favoritenrolle schnell zur bloßen Makulatur verblasste. Dortmunds stabile Defensive um Hübner und Koray Günter sowie ein aggressives Mittelfeld mit Hofmann und Kerem Demirbay waren die Garanten für den oft dominanten Auftritt des vermeintlichen Außenseiters Borussia.
Chancen für den Spitzenreiter ergaben sich selten: Simon Zoller (14., 40.) und Adriano Grimaldi (75.) scheiterten an BVB-Schlussmann Zlatan Alomerovic, einzig Costa gelang der Erfolg. Herausgespielte Möglichkeiten blieben jedoch auch für den BVB eine rare Beute. Eric Durms Versuche (12., 23.) blieben ebenso ohne Durchschlagskraft wie die Schüsse von Tim Treude (50.), Demirbay (51.) oder Rico Benatelli (53.). Das einzige Manko des BVB – da wurde Bajner doch schmerzlich vermisst.
Siegtor in der Luft
Mit der torgefährlichen Sturmspitze wäre den Borussen vielleicht sogar der „Dreier“ gegen den VfL Osnabrück gelungen – zeitweise lag das Siegtor förmlich in der Luft. Aber das blieb ein Traum. Die Realität war auch so schön genug.
TEAMS UND TORE
BVB II: Alomerovic - Hornschuh (69. Meißner), Hübner, Günter, Halstenberg - Fring, Demirbay (89. Terzic) - Hofmann (90.+1 Cenik), Benatelli, Treude - Durm
Osnabrück: Riemann - Fischer, Pisot, Beermann, Krük - Staffeldt, Costa - Piossek, Nagy (56. Glockner), Manno (90. Neumann) - Zoller (56. Grimaldi)
Tore: 0:1 Costa (55.), 1:1 Hübner (72.)
Schiedsrichter: Kunzmann (Bad Hersfeld)
Zuschauer: 2809
Gelbe Karten: -- / Manno