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Borussias Marcel Halstenberg im Kopfball-Duell mit dem Heidenheimer Routinier Michael Thurk. (Foto: Menne)
Es war ein etwas glücklicher Dreier, den die Borussen am Samstag nach Toren von Balint Bajner (59.) und Jonas Hofmann (74.) vor 403 Zuschauern im Stadion Rote Erde feierten. Aber letztlich war es der Lohn für eine große Moral und nie versiegenden Einsatzwillen. Der Mannschaft von BVB-II-Trainer David Wagner gelang damit der dritte Saisonsieg.
"Verdienter Sieg"
„Etwas Glück braucht man im Kampf um den Klassenerhalt. Aber wir sind so gerannt und haben bis zum Schlusspfiff gekämpft. Da haben wir den Sieg auch verdient“, sagte ein müder, aber glücklicher Jonas Hofmann. Sein Schuss zum 2:1 für Schwarzgelb war endlich das erste Saisontor für den Jungprofi.
Lange Zeit sahen die Dortmunder allerdings keineswegs wie der Sieger dieser Partie aus. Heidenheim zeigte zunächst die bessere Spielanlage, kombinierte schnell und torgefährlich, besaß in Marc Schnatterer zudem einen schussgewaltigen Standard-Spezialisten. Seine Freistöße sorgten für viel Aufregung vor dem BVB-Tor (2., 4.). Schnatterers effizientester Partner Michael Thurk leitete schließlich das Heidenheimer 1:0 durch Sandro Sirigu (33.) ein.
Elfmeter reklamiert
Die Borussen hatten viel zu tun, um Heidenheims Offensive in Schach zu halten. Marc Hornschuh, Florian Hübner und Koray Günter leisteten Schwerstarbeit. Marcel Halstenberg hatte anfangs Probleme, steigerte sich nach der Pause erheblich. Chancen boten sich dem BVB nur wenige. Aber als Marvin Bakalorz, Balint Bajner und Hofmann kurz vor dem FC-Tor abgeblockt wurden (38.), reklamierte Coach Wagner: „Da müssen wir einen klaren Handelfmeter kriegen. Das war eindeutig.“
Schiedsrichter Florian Heft versagte dem BVB jedoch den Strafstoß. So mussten die Gastgeber nach dem Seitenwechsel noch eine Riesenchance der Heidenheimer überstehen – Marco Sailer köpfte eine Thurk-Flanke an die Latten-Unterkante (53.) – ehe die Borussen-Post abging. Leonardo Bittencourt, der immer wieder als Anspielstation gesucht wurde, aber oft viel zu ungenau agierte, leitete mit seinem Pfostentreffer die Wende ein. Den Abpraller drosch Bajner zum 1:1 für den BVB ins Netz (59.).
Einsetzende Schwäche
Heidenheim reagierte verunsichert, die Borussen spürten die einsetzende Schwäche des Gegners. Als Balint Bajner sich auf der rechten Außenbahn durchsetzte, zu Jonas Hofmann passte, dessen Schuss zum Dortmunder 2:1 einschlug, war der Sieg perfekt. Halstenbergs herrlicher Distanzschuss hätte sogar noch das 3:1 bedeuten können. Aber Sabanov fischte den Ball aus dem Torwinkel.
Bajner, Hofmann und Bakalorz verdienten sich die Bestnoten in einem Borussen-Team, das sich mit diesem Sieg neue Perspektiven im Kampf um den Klassenerhalt verschaffte. Und der neue Ausblick ist deutlich besser.
BVB II: Alomerovic - Hornschuh, Günter, Hübner, Halstenberg - Bakalorz, Fring - Hofmann (88. Meißner), Bittencourt (83. Treude), Benatelli (59. Demirbay) - Bajner
Tore: 0:1 Sirigu (33.), 1:1 Bajner (59.), 2:1 Hofmann (74.)