DFB-Chef will bei Löw Klarheit vor WM

München (dpa) DFB-Präsident Wolfgang Niersbach möchte nach schlechten Erfahrungen in der Vergangenheit mit Bundestrainer Joachim Löw möglichst vor der Fußball-WM 2014 in Brasilien Klarheit über dessen Zukunft erzielen.

  • DFB-Präsident Wolfgang Niersbach (l) will vor der WM Löws Zukunft als Bundestrainer klären. Foto: Marcus Brandt

    DFB-Präsident Wolfgang Niersbach (l) will vor der WM Löws Zukunft als Bundestrainer klären. Foto: Marcus Brandt Foto: dpa

«Wir können auch wie 2010 in Südafrika mit offenen Verhältnissen ins Turnier gehen, wobei ich das in hohem Maße als nervig empfunden habe», sagte der 62 Jahre alte Niersbach der «Sport-Bild». Löw selbst hatte der Nachrichtenagentur dpa zum Jahreswechsel gesagt, dass er frühestens nach einer erfolgreichen WM-Qualifikation seine Zukunft klären wolle. «Vor Ende 2013 wird es keine Gespräche geben», sagte der 52-Jährige, der seit Mitte 2006 Bundestrainer ist.

Zuvor war Löw zwei Jahre Assistent von Jürgen Klinsmann gewesen. «Erst einmal wollen wir uns für die WM in Brasilien qualifizieren», betonte Löw. «Dann wird man in Ruhe mit dem Verband überlegen, welche weiteren Schritte man einleitet.» Bereits seit längerem wird darüber spekuliert, dass Löw nach der WM 2014 als Bundestrainer aufhört.

Nach einer geplatzten vorzeitigen Vertragsverlängerung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) mit Löw, dessen Assistenten Hansi Flick und Andreas Köpke sowie Teammanager Oliver Bierhoff im Frühjahr 2010 waren die Verhandlungen bis zum Ende des WM-Turniers vertagt worden. «Aber nach jedem Spiel wurde Jogi gefragt: Ist jetzt nicht der richtige Zeitpunkt zu verlängern?», erinnerte Niersbach an den störenden Nebenschauplatz in Südafrika. Der aktuelle, bis Sommer 2014 laufende Kontrakt, war vom Verband darum schon vor der EM im letzten Jahr in Polen und der Ukraine verlängert worden.

Niersbach scheint geneigt, auch nochmals mit Löw verlängern zu wollen. «Wir sind weiterhin absolut überzeugt von seiner Arbeit», sagte der Präsident. Auch er nannte das Ende der WM-Qualifikation im kommenden Oktober als möglichen Zeitpunkt für Vertragsgespräche.

Unterdessen treibt der Verband die Terminplanungen Richtung WM 2014 voran. Zweiter Gegner auf der USA-Reise in diesem Sommer könnte neben den von Ex-Bundestrainer Klinsmann geführten Amerikanern nach Angaben von Niersbach Ecuador sein. Bei einer direkten Qualifikation für die WM 2014 sollen im November zwei Auswärtsspiele in Italien und in England ausgetragen werden. Im März 2014 ist ein Heimspiel gegen Chile vorgesehen. Für 2014 sei man außerdem in Gesprächen für ein Freundschaftsspiel gegen Welt- und Europameister Spanien.

«An den Plänen wird deutlich, dass es unser Ziel ist, die großen Klassiker zu spielen», sagte Niersbach. In diesem Jahr spielt die Nationalmannschaft unter anderem am 6. Februar in Paris gegen Frankreich sowie im August gegen Rekordweltmeister Brasilien.

ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    2. Januar 2013, 12:40 Uhr
    Aktualisiert:
    2. Januar 2013, 12:42 Uhr
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