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31.12.2012 12:43 Uhr
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Löw und Bierhoff verteidigen USA-Reise

Berlin (dpa) Bundestrainer Joachim Löw und Teammanager Oliver Bierhoff haben die US-Reise der Fußball-Nationalmannschaft zum Ende der laufenden Saison verteidigt.

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Joachim Löw (r) und Oliver Bierhoff rechtfertigen die Länderspiele in den USA. Foto: Marcus Brandt (Foto: dpa)

In Interviews zum Jahreswechsel sprachen sie übereinstimmend von einer Chance für Experimente, die sich durch die beiden Länderspiele böte. Die DFB-Auswahl trifft am 29. Mai auf einen noch nicht benannten Gegner und am 2. Juni in Washington auf die Auswahl der USA mit dem ehemaligen Bundestrainer Jürgen Klinsmann.

Löw droht eine Tour mit einem Rumpfkader. Bayern München und Borussia Dortmund können das Champions-League-Endspiel am 25. Mai und das DFB-Pokalfinale am 1. Juni erreichen, Mesut Özil und Sami Khedira von Real Madrid fehlen auf jeden Fall wegen des letzten Spieltages in der spanischen Liga.

«Das gibt uns die willkommene Gelegenheit, auch Spieler aus der zweiten Reihe an die Nationalmannschaft heranführen zu können», sagte Löw der Zeitung «Die Welt» (Montag-Ausgabe) und nannte dabei die Schalker Julian Draxler, Lewis Holtby und Roman Neustädter sowie die Frankfurter Sebastian Rode und Sebastian Jung. Diese Spieler könnten 2013 auch bei der Nationalmannschaft noch einen Schritt weiter machen. Zudem äußerte sich Löw erfreut, dass die Dortmunder Nationalspieler mit Blick auf die WM 2014 viel Erfahrung in der Champions League sammeln könnten. «Das tut uns neben den Spielern des FC Bayern gut», unterstrich der Bundestrainer.

Bierhoff nannte es im Magazin «Kicker» (Montag-Ausgabe) einen ganz wichtigen Aspekt aus DFB-Sicht, dass Spielern aus der zweiten oder dritten Reihe die Chance eingeräumt werde, an der Nationalmannschaft zu schnuppern. Er verwies zudem auf die Einnahmen für den Deutschen Fußball-Bund durch die Reise. Das Geld gehe zurück an die Basis. «Letztendlich kommt die USA-Reise deshalb auf lange Sicht allen wieder zugute», erklärte Bierhoff.

Die Alternative wäre gewesen, zwei Wochen später zum offiziellen FIFA-Termin anzutreten. Dann hätte man aber wegen der WM-Qualifikation gegen Mannschaften der zweiten oder dritten Kategorie spielen müssen. Zudem hätten die Nationalspieler zehn Tage weniger Urlaub gehabt.

Seine Zukunft nach der WM 2014 ließ Bierhoff erneut offen. Die Entscheidung ist nicht automatisch an die des Trainerteams um Löw gekoppelt. «Dieses Team ist eine einmalige Konstellation. Aber jeder Einzelne kann auch für sich funktionieren, Hansi Flick mal als Cheftrainer und ich genauso gut als Manager», erläuterte Bierhoff.

Löw sagte unter Bezug auf die Kritik nach dem Halbfinal-Aus gegen Italien bei der EM, er habe «auf keinen Fall» ans Aufhören gedacht. «Rückblickend muss ich eingestehen, dass mir in den ersten zwei, drei Monaten nach der EM die Lockerheit gefehlt hat. Auch ich war enttäuscht und deshalb angespannt», räumte er ein.

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