Fußball: Westfalenliga: Späte Erlösung durch Bolat: SCP II besiegt Herbern 4:2

MÜNSTER Nach drei sieglosen Partien in Serie hat die U 23 des SC Preußen wieder mal gewonnen. Mit 4:2 (3:1) siegten die Münsteraner gegen Aufsteiger SV Herbern und schoben sich so wieder in die Spitzengruppe der Liga.

  • Pascal Koopmann (r.), hier im Zweikampf mit Marvin Bruland, konnte sich mit dem SCP durchsetzen.

    Pascal Koopmann (r.), hier im Zweikampf mit Marvin Bruland, konnte sich mit dem SCP durchsetzen. Foto: Witte

Bis zum Pausenpfiff sah noch alles nach einem souveränen Auftritt des SCP aus, der Gast war in den ersten 45 Minuten eher ein Statist. Das lag vor allem daran, dass die Hausherren flüssig kombinierten, jeder Akteur den Ball forderte und viele Diagonalpässe ihr Ziel fanden. Die Herberner kamen dadurch immer einen Schritt zu spät, gewannen kaum Zweikämpfe und liefen ihren Gegenspielern nur hinterher. So stand es zur Pause verdientermaßen 3:1.

Souveränität verloren

SVH-Stürmer Joachim Mrowiec (28.) glich nach einem Konter zwar die 1:0-Führung von Cihan Bolat (8.) nach Zuspiel von Marco Gatzke aus, doch Lars Pöhlker (32.) per Kopfball nach einer Ecke und Gatzke (43.) nach einem Durcheinander im Strafraum sorgten für ein Halbzeitergebnis, das dem Spielverlauf entsprach. Bolat (24., 25., 29.) hatte sogar noch drei weitere gute Chancen, Mrowiec für den Gast auch eine (33.).

Herberns Trainer Christian Bentrup stellte in der Pause um, beorderte Daniel von der Ley neben Joachim Mrowiec in die Sturmspitze. Aus einer 4-2-3-1-Grundordnung wurde nun ein 4-4-2. Die Preußen hatten plötzlich Probleme, sahen sich stark unter Druck und fanden keine Entlastung mehr. Mrowiec traf in der 48. Minute nach einer guten Kombination zum 2:3. Münsters Souveränität war komplett verloren.

Duo findet Zugriff

David Brockmeier (49.) und von der Ley (54.) hätten sogar den Ausgleich erzielen können. Preußen-Coach Sören Weinfurtner sah nicht in der Umstellung des Gegners den Grund für den Bruch im eigenen Spiel, sondern eher in der Pass-Ungenauigkeit und im fehlenden Zug zum Tor seines Teams.

Der Ausgleich aber fiel nicht mehr, weil die Preußen es ab der 70. Minute wieder besser verstanden, länger den Ball zu behaupten und die Herberner vom eigenen Tor fernzuhalten. Verantwortlich waren dafür die Mittelfeldspieler Gatzke und Pascal Koopmann, die wieder Zugriff auf die Partie fanden, so wie schon im ersten Abschnitt. Für den Endstand sorgte Bolat, der zuvor schon wieder zwei Gelegenheiten (58., 82.) hatte. Er verwertete eine Vorarbeit des Jokers Stefan Seiler zum 4:2 (90.) und führt so die Torjägerliste der Westfalenliga jetzt mit elf Toren alleine an.  
 
SCP: Recep - Kleine-Wilke, Günner, Pöhlker, Blesz - Kaldewey, Koopmann, Karamarko (88. Seiler), Gatzke (90. Korte) - Bolat, Der (76. Demirdag).
Tore: 1:0 Bolat (8.), 1:1 Mrowiec (28.), 2:1 Pöhlker (32.), 3:1 Gatzke (43.), 3:2 Mrowiec (48.), 4:2 Bolat (90.)


Das sagt Sören Weinfurtner:
„Ich denke, der Erfolg war letztlich nicht unverdient. Wir hatten über die gesamten 90 Minuten gesehen die deutlich bessere Spielanlage, hätten zur Halbzeit eigentlich noch höher führen können. In den ersten 45 Minuten hat mir unser Spiel gefallen. Leider haben wir unsere vielen Torchancen nicht genutzt. So ist Herbern durch den schnellen Anschlusstreffer noch einmal ins Spiel zurückgekommen. In dieser Phase fehlte uns die Passgenauigkeit im eigenen Spiel. Wir haben uns dann zum Schluss wieder befreit und noch den verdienten 4:2-Siegtreffer erzielt.“
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Autor
Thomas Schulzke
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    4. November 2012, 20:46 Uhr
    Aktualisiert:
    4. November 2012, 20:57 Uhr