Fußball: Junioren-Trio der Preußen in akuter Gefahr
MÜNSTER Der Umbruch im Sommer war gewaltig. Mit Martin Kastner, Nils Drube und Martin Hugel verließen die Jugend-Abteilung des SC Preußen nicht nur drei langjährige Nachwuchs-Trainer, sondern auch die Verantwortlichen für die U 19, U 17 und U 15. Ihre Nachfolger haben es derzeit nicht leicht. Alle drei Vorzeige-Teams sind in akuter Abstiegsgefahr, nachdem die Abteilung in den Jahren zuvor einen permanent beispielhaften Aufschwung erlebte.
Lucas Morzonek ist mit der A-Jugend des SC Preußen Drittletzter. (Foto: Witte)
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Geduld für die Trainer
Die Trainerwechsel – jetzt sind Frank Bajorath (U 19), Henning Timpe/Martin Holtkamp (U 17) und Sven Hehl (U 15) im Amt – mögen auch eine Rolle spielen. „Es ist doch klar, dass man auch mal Dinge verändert, auch die Coaches müssen sich eingewöhnen“, sagt Niewöhner. „Ich habe aber das Gefühl, dass überall sehr ordentlich gearbeitet wird.“ Ein gewisses Risiko gibt es bei systemimmanter Spieler-Fluktuation im Junioren-Bereich ohnehin immer. Niemals ist absehbar, wie schnell sich die Talente in der höheren Altersklasse akklimatisieren. „Bei uns gibt es keine Selbstläufer“, sagt auch Niewöhner, der zudem darauf verweist, dass der Spielplan die harten Brocken gleich an den Anfang legte.
Leichteres Restprogramm
Dieser Punkt darf allen drei Mannschaften Mut machen. Das Restprogramm der Hinrunde liefert noch viele Möglichkeiten zu punkten. Die U 19 trifft noch auf Schlusslicht Fortuna Köln, den MSV Duisburg und Fortuna Düsseldorf aus der unteren Tabellenhälfte. Auch die U 17 hat mit den hinter ihr liegenden Bonner SC und SF Siegen sowie Duisburg und Düsseldorf keine unlösbaren Aufgaben vor der Brust. Und die U 15 bekommt es noch mit Alemannia Aachen, dem VfL Theesen, RW Essen und Fortuna Düsseldorf aus dem unteren Abschnitt sowie Bayer Leverkusen zu tun. Von einem Massenabstieg ist der Verein noch ein gutes Stückchen entfernt. Für das Trio ist die Rettung weiter greifbar.
Konkurrenz arbeitet profihaft
„Ich denke, dass unser Weg trotz der aktuellen Schwierigkeiten gut ist“, sagt Niewöhner, der daran erinnert, dass der Großteil der Konkurrenz durchgehend profihaft arbeitet, über Zertifikate für Leistungszentren verfügt und viel höhere Mittel stemmt. „Aber es wäre auch mit Blick auf einen möglichen Aufstieg der ersten Mannschaft gut, wenn wir diesen Dreier-Block in den höchsten Klassen beibehielten.“ Sollten die Profis tatsächlich bald zweitklassig spielen, wäre ein Nachwuchs-Leistungszentrum übrigens Pflicht.











