Schalke 04: Holtby ist kein Einzelfall

GELSENKIRCHEN Das musste ja so kommen: Kaum hat Lewis Holtby bekannt gegeben, dass er den FC Schalke 04 am Saisonende verlassen wird, da tauchen auch schon die ersten Namen auf, wen Schalke für das Mittelfeld angeblich als Neuzugang im Visier hat.

So will die „Gazzetta dello Sport“ erfahren haben, dass die „Königsblauen“ ein Auge auf Ricardo Alvarez von Inter Mailand geworfen haben sollen. Der 24-jährige Argentinier ist im offensiven Mittelfeld zu Hause, konnte sich bei Inter jedoch nicht durchsetzen.

Ob das Holtby bei Schalke in der Rückrunde noch kann, ist die große Frage. Die Schalker Fangemeinde hat nach der Entscheidung des Jung-Nationalspielers mit radikalem Liebesentzug reagiert und Holtby auf seiner Facebookseite teilweise übel beschimpft (wir berichteten). Eine Verhaltensweise, die auf Schalke nicht neu ist.

Selbst der Ur-Schalker Manuel Neuer blieb vor wütenden Fan-Protesten nicht verschont, nachdem er bekannt gegeben hatte, dass er ausgerechnet zum FC Bayern München wechseln wird. Das ging so weit, dass der Torhüter selbst nach dem gewonnenen Pokalfinale 2011 gegen den MSV Duisburg Angst hatte, bei den Fans in der Kurve zu jubeln. Erst in Begleitung von Kultspieler Raúl traute sich Neuer zu den eigenen Anhängern.

Auch Kevin Kuranyi blieb vor Anfeindungen von Schalker Fans nicht verschont. Die reagierten allergisch auf die technischen Schwächen und manch unbeholfenes Gekicke des Mittelstürmers. Der ließ sich von der fehlenden Lobby jedoch wenig beeindrucken und schaffte mit zehn Toren in der Rückrunde der Saison 2009/2010 einen versöhnlichen Abgang, ehe er zu Dynamo Moskau wechselte. Ganz ausblenden konnte Kuranyi sein schwieriges Verhältnis zu den Schalker Fans jedoch nie.

Jetzt darf man gespannt sein, wie Holtby mit der neuen Situation fertig wird. Bisher hat der Mittelfeldspieler zu den Anfeindungen auf seiner Facebookseite geschwiegen, was wohl die klügste Entscheidung ist. Doch dass die negativen Meinungen über seine Person ihn beschäftigen, davon kann man getrost ausgehen. Wenn Schalke am 2. Januar wieder das Training aufnimmt, steht der 22-Jährige auf jeden Fall unter besonderer Beobachtung. Dabei wird viel von seinen Leistungen auf dem Platz abhängen, ob sich die Schalker wieder beruhigen.

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Autor
Frank Leszinski
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    30. Dezember 2012, 22:15 Uhr
    Aktualisiert:
    31. Juli 2013, 11:32 Uhr