Rückendeckung für Holtby: Keller plant mit zwei Spielsystemen

Gelsenkirchen Als die Spieler des FC Schalke 04 am Mittwochnachmittag auf der Sportanlage Lohmühle in Gelsenkirchen-Buer mit einem Laktat-Test die Vorbereitung auf die Bundesliga-Rückrunde begannen, war ein Spieler besonders gut gelaunt. Lewis Holtby lachte viel und oft.

  • Trainer Jens Keller

    Jens Keller und der FC Schalke bekommen es mit Galatasaray zu tun. Foto: Kevin Kurek Foto: dpa

Die Fananfeindungen, die dem 22-Jährigen von den eigenen Anhängern auf seiner Facebookseite und in diversen Internetforen entgegen schlugen, nachdem er verkündet hatte, den FC Schalke 04 zum Saisonende zu verlassen, lassen den Mittelfeldspieler offenbar unbeeindruckt. Womöglich hängt das auch damit zusammen, dass bei den Schalker Führungskräften kein Zweifel daran besteht, dass Holtby bis zum letzten Spieltag alles geben wird.

„Lewis hat einen guten Charakter. Er wird sich voll reinhängen“, davon ist Manager Horst Heldt überzeugt. Noch deutlicher wird der neue Trainer Jens Keller. Zwar ließ Keller im DFB-Pokalspiel gegen Mainz 05 Holtby auf der Bank. Doch das heißt nicht, dass der 22-Jährige in seinen Planungen keine Rolle mehr spielt. „Lewis ist Teil der Mannschaft, ich lasse ihn bestimmt nicht links liegen. Er hat schon gezeigt, was er kann. Wenn er Leistung bringt, hat er dieselbe Chance wie jeder andere.“ Allerdings räumt Keller ein: „Wir müssen abwarten, wie Lewis mit dem Druck von außen umgeht.“

Druck auf die eigene Mannschaft hat auch Schalkes Aufsichtsrats-Chef Clemens Tönnies aufgebaut. Weniger als Platz drei in der Bundesliga, so Tönnies sinngemäß, sei nicht akzeptabel. Horst Heldt folgt dieser Argumentation: „Wir haben in der Rückrunde einiges aufzuholen, aber wir wollen uns wieder direkt für die Champions League qualifizieren. Platz drei ist wäre natürlich besser als Rang vier. Das Beispiel Borussia Mönchengladbach hat ja gezeigt, wie schwierig es in der Champions-League-Qualifikation werden kann.“

Auf drei Profis musste Schalke am Mittwoch beim Aufgalopp verzichten. Farfan reist direkt ins Trainingslager, Christian Fuchs plagt sich schon seit einigen Tagen mit einer fiebrigen Grippe herum, während der aus Fürth zurückgekehrte Edu erst am frühen Abend wegen Flugproblemen eintraf. Beide letztgenannten Spieler werden am Donnerstagnachmittag aber mit ins Trainingslager nach Katar fliegen, genauso wie die Nachwuchsspieler Dennis Erdmann (U23), Kaan Ayhan und der erst 17-Jährige Max Meyer.

Dort wird Horst Heldt womöglich die Gelegenheit nutzen, um die Vertragsgespräche mit Benedikt Höwedes über eine Fortsetzung der Zusammenarbeit über das Vertragsende von 2014 hinaus zu intensivieren. Heldt: „Wir haben im Dezember bereits zwei Gespräche geführt. Benny hat das klare Signal erhalten, dass wir mit ihm weiter arbeiten möchten.“

Dass der Schalker Mannschaftskapitän Begehrlichkeiten weckt, ist Heldt klar: „Er ist ein herausragender Spieler und einer der kommenden Innenverteidiger in Deutschland.“ In Katar will Schalke eine kurze, aber intensive Vorbereitung absolvieren. Dabei will Trainer Keller neben dem von Vorgänger Stevens favorisierten 4-2-3-1-System auch an einer Ausrichtung mit zwei Spitzen plus zwei offensiven Außen. Keller: „Dann haben wir die Option zu variieren, je nach Gegner und Verfassung unserer Spieler.“

Autor
Frank Leszinski
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    2. Januar 2013, 23:21 Uhr
    Aktualisiert:
    31. Juli 2013, 11:32 Uhr
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