Fördervertrag für 17-Jährigen: Schalke setzt auf Max Meyer

Gelsenkirchen Er ist nur 1,69 m groß, aber viele Experten trauen ihm zu, dass er das Zeug zum Bundesliga-Spieler hat: Max Meyer ist einer der vielversprechenden „jungen Wilden“ auf Schalke.

  • DM Finale

    So jubelte die Schalker A-Jugend (2.v.l. Max Meyer) nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft am 17. Juni im Stimberg-Stadion von Oer-Erkenschwick nach dem 2:1-Erfolg gegen Bayern München. Foto: Olaf Krimpmann

Der damals erst 16-Jährige war Schalkes jüngster Spieler beim Gewinn der deutschen A-Jugendmeisterschaft gegen den FC Bayern München. Weil Spieler heutzutage immer früher von finanzkräftigen Clubs abgeworben werden, haben die Königsblauen jetzt reagiert. Am vergangenen Freitag hat Meyer einen sogenannten Fördervertrag bis zum 30. Juni 2015 mit Option für eine weitere Zusammenarbeit unterschrieben. Für Meyer ist es die Krönung eines überaus erfolgreichen Kalenderjahres: Der hoch veranlagte offensive Mittelfeldspieler bleibt den Königsblauen damit dauerhaft erhalten.

2012 hatte Max Meyer regelmäßig für positive Schlagzeilen gesorgt. Nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft mit der U19 sorgte der junge Schalker auch bei der anschließenden U 17-Europameisterschaft für Furore. Denn Meyer erreichte mit der deutschen Nationalmannschaft das Finale, wo es allerdings eine knappe 1:2-Niederlage gegen die Niederlande gab.

Als „Trostpflaster“ konnte sich der junge Schalker jedoch darüber freuen, dass er Torschützenkönig des Turniers wurde. Hinzu kam noch eine Ehrung als „Goldener Spieler“, als bester Spieler der Europameisterschaft. Der Deutsche Fußball-Bund verlieh Meyer zudem die Fritz-Walter-Medaille in Silber.

In der laufenden Saison der U19-Bundesliga West erzielte er in 13 Spielen für den souveränen Tabellenführer Schalke bereits elf Tore. Beim Testspiel der Profis im September beim TuS Erndtebrück (6:0) kam Meyer erstmals im Team von Huub Stevens zum Einsatz und markierte gleich einen Treffer. Beim 3:0-Heimsieg der Königsblauen in der zweiten Runde des DFB-Pokals gegen den SV Sandhausen hatte er zudem erstmals in einem Pflichtspiel der Profis im Kader gestanden.

Damals sagte der mittlerweile gefeuerte Huub Stevens: „Max Meyer ist ein technisch hervorragender Junge, der sich auf engstem Raum toll in Szene setzen kann. Aber er hat noch einen langen Weg zu gehen.“ Doch auch Jens Keller, seinem Nachfolger auf dem Schalker Trainerstuhl, ist das Talent von Meyer nicht verborgen geblieben. Der 17-Jährige war am Dienstag beim Abschusstraining vor dem Pokalspiel gegen den FSV Mainz 05 dabei und hatte trotz des Dauerregens sichtlich Spaß an der Einheit hatte.

Max Meyer wird womöglich nicht der einzige Jugendliche aus den eigenen Reihen bleiben, den Schalke mit einem Lizenzspieler-Vertrag ausstatten wird. Denn die A- und B-Jugend der Königsblauen hat eine Reihe von vielversprechenden Talenten in seinen Reihen. Beide Mannschaften gehen als souveräne Tabellenführer in die Winterpause. Schalke ist also gut beraten, den Talenten im eigenen Verein zu vertrauen. Diese gut auszubilden ist auch kostengünstiger als teure Stars zu verpflichten.
Autor
Frank Leszinski
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    19. Dezember 2012, 10:31 Uhr
    Aktualisiert:
    31. Juli 2013, 11:32 Uhr
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