"Nika" Gelashvili: "Er weiß, wo das Tor steht"
BOCHUM Nach der schweren Verletzung von Daniel Ginczek und dem Verkauf von Chong Tese zum 1. FC Köln gab der 15-minütige Auftritt von Neuzjgang "Nika" Gelashvili den VfL-Fans Hoffnung, dass es um die Offensivabteilung ihres Klubs doch nicht so dramatisch bestellt ist, wie zunächst befürchtet.
Bochums neuer Angreifer "Nika" Gelashvili soll vermehrt zu Einsatzzeiten kommen. (Foto: Jens Lukas)
Bis vor wenigen Tagen kannten den Mann, der bislang beim georgischen Erstligisten FC Zestafoni sein Geld verdiente, nur Insider. Auch die Auszeichnung, dass es sich bei Gelashvili immerhin um einen zweifachen Torschützenkönig handelt, hatte sich bis in die allgemeine Fan-Landschaft noch nicht herumgesprochen. Die georgische Umaglesi Liga hat man hier halt nicht im Blickfeld.
"Das war rotzfrech"
Die ersten, die rasch merkten, wer da in den Kader aufgenommen wurde, waren seine neuen Teamkollegen. "'Nika' hat schon im ersten Training gezeigt, dass er weiß, wo das Tor steht. Und wie er das Tor gegen Rostock gemacht hat, war schon rotzfrech", gab es Anerkennung von Giovanni Federico. Ähnlich sah es Torhüter Andreas Luthe: "Er hatte schon unter der Woche in den Trainingseinheiten seinen Torriecher bewiesen. Und das Spiel hat dann gezeigt, dass er da steht, wo es für den Gegner gefährlich wird."
Sachliche Betrachtung
Trainer Andreas Bergmann hatte "Nika" Gelashvili vor dem Spiel gegen die Hanseaten gesagt, dass er auf seine Einsatzchance hoffen dürfe. Und wenn sie da sei, solle er sein Spiel spielen. Was Gelashvili in der Kürze der Zeit auch tat. Dass es noch Abstimmungsprobleme mit den Teamkollegen gab, sollte nach gerade einmal vier Trainingseinheiten keine Überraschung sein. Ein sachliche Betrachtung bleibt aber erst einmal angemessen. Auch Chong Tese hatte einen fulminanten Einstand. Jetzt hat ihn der VfL verkauft.
Wichtig für den Fußballer aus Georgien dürfte neben der sportlichen Weiterentwicklung auch der Wohlfühlfaktor sein. Und der wird sich schon in kürze deutlich erhöhen, denn für Bochums neue Nummer 9, die sich bis Juni 2015 an den VfL gebunden hat, hat der Verein bereits eine Wohnung gefunden, in die auch bald seine Ehefrau und die drei Kinder einziehen werden.









