Kaymer mit perfektem Schluss eines turbulenten Jahres

Hamburg (dpa) Mit einer knappen Million Euro Weihnachtsgeld und dem Gefühl, wieder gewinnen zu können, hat sich Martin Kaymer in den Urlaub verabschiedet.

  • Martin Kaymer beendete sein Golfjahr noch mit einem Sieg. Foto: Yoshua Arias

    Martin Kaymer beendete sein Golfjahr noch mit einem Sieg. Foto: Yoshua Arias Foto: dpa

«Ich bin sehr froh, dieses Jahr doch noch gewonnen zu haben und diese Saison mit einem solchen Höhepunkt abzuschließen», sagte der 27-Jährige der Nachrichtenagentur dpa nach seinem Erfolg beim Einladungsturnier in Sun City in Südafrika. «Es war eine sehr lange Saison, aus der ich sehr viel für die nächsten Jahre mitnehmen kann. Jetzt werde ich erstmal alles sacken lassen und dann in 2013 wieder voll angreifen», betonte der Profi aus Mettmann, der die Vorweihnachtszeit zu Hause genießen will, dann aber gleich wieder zum Training nach Scottsdale fliegen wird. Nach einer bescheidenen ersten Jahreshälfte mit dem verpassten Cut bei den British Open und einer schwierigen Schwungumstellung hat es bei Kaymer beim Ryder Cup im September in den USA Klick gemacht.

«Das war ein extrem besonderer Moment für mich. Mit dem letzten Putt und dem Sieg über die USA konnten wir Sportgeschichte schreiben. Ich habe noch immer Gänsehaut, wenn ich an den Tag zurückdenke», erzählte Kaymer. «Ich habe mir selbst bewiesen, dass ich auch den größten Drucksituationen Stand halten kann. Das war gerade in dieser Saison sehr wichtig für mich.»

Wichtig, weil er sich lange auf der Driving-Range mit seiner Schwungumstellung gequält hatte und unbedingt sein Schlag-Repertoire um den Draw (leichte Linkskurve) erweitern wollte. Irgendwann kam die Erkenntnis, dass er zu viel von sich verlangte, und er kehrte zu seinem gewohnten Schwung (Fade) zurück. Danach lief es wieder.

«Die letzten Monate waren sehr anstrengend, gerade auch mental, wenn man weiß, dass man eigentlich nah dran ist. Deshalb möchte ich mich auch bei meinem Caddie Craig bedanken, der mich in der Zeit, als es nicht so lief, immer wieder aufgebaut hat.» Nach seiner Pechsträhne wechselte Kaymer im Sommer vom stillen Christian Donald zum stets heiteren Craig Connelly, der ihm in seiner erfolgreichen Phase vor zwei Jahren schon einmal das Bag getragen hatte.

2013 wird Kaymer die erste Saison auf der PGA-Tour spielen. Alle Topprofis sind in die USA gewechselt, allein die Reiserei zwischen den Turnieren ist einfacher. «Ich möchte angreifen! Ich kann immer um Siege mitspielen, das haben mir die letzten Turniere gezeigt. Das nächste Jahr auf der European und der PGA-Tour zu spielen ist eine große Herausforderung, auf die ich mich aber sehr freue», erklärte Kaymer, der seinen Terminplan ganz genau abstimmen wird, um auch wieder Pausen zu Hause einzubauen.

«So wie es jetzt aussieht, werde ich genauso oft in Deutschland sein können wie bisher. Die Organisation ist zwar etwas schwieriger, aber die Zeit zu Hause bringt mir persönlich immer mehr als eine Woche Urlaub irgendwo auf der Welt», betonte der bodenständige Kaymer.

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Autor
Britta Körber, dpa
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    3. Dezember 2012, 12:18 Uhr
    Aktualisiert:
    3. Dezember 2012, 12:19 Uhr
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