Gössner kann sich weitere Langlauf-Einsätze vorstellen

Oberhof (dpa) Miriam Gössner will sich trotz ihrer jüngsten Erfolge im Biathlon erneut im Langlauf versuchen. «Langlauf ist für mich immer ein Thema, weil es mir einfach wahnsinnig viel Spaß gemacht hat», sagte Miriam Gössner in Oberhof.

  • Biathletin Miriam Gössner kann sich Start im Langlauf vorstellen. Foto: Hendrik Schmidt

    Biathletin Miriam Gössner kann sich Start im Langlauf vorstellen. Foto: Hendrik Schmidt Foto: dpa

Die Garmischerin hat bei Langlauf-Großereignissen bereits zwei Silber-Medaillen gewonnen. Beim letzten Biathlon-Weltcup des vergangenen Jahres in Pokljuka hatte die 22-Jährige ihren ersten großen Erfolg als Siegerin in der Verfolgung geschafft. Im Biathlon-Gesamtweltcup ist sie Dritte.

Jeweils mit der Langlauf-Staffel wurde Miriam Gössner Zweite bei den Olympischen Spielen 2010 und bei der Weltmeisterschaft 2009. Der damalige Langlauf-Bundestrainer Jochen Behle hatte Gössner für die Großereignisse nominiert. Mit dem neuen Langlaufcoach Frank Ullrich, dem ehemaligen Biathlon-Star, gab es jedoch noch keinen Gedankenaustausch. Doch das scheint nur Formsache zu sein.

Denn Gössner kann sich weitere Einsätze vorstellen. «Wenn einmal eine Möglichkeit da ist, die Form stimmt und ein Platz frei ist, dann würde ich es wahnsinnig gerne machen. Ich hatte eine tolle Zeit bei den Langläufern. Die haben auch eine Supermannschaft. Ich würde mich freuen, wenn es irgendwann klappen würde», sagte sie.

Kaum noch genervt hat Gössner die immer wieder gestellte Frage nach dem Vergleich mit Rekordweltmeisterin Magdalena Neuner beantwortet. «Diese Frage habe ich wer weiß wie oft schon beantwortet», sagte die 22-Jährige. «Nein», sagte sie, sie könne sich nicht vorstellen, in ein, zwei Jahren die neue Magdalena Neuner zu sein. «Einfach aus dem Grund, weil ich einfach ich sein möchte», sagte die Garmischerin.

«Die Lena ist eine wahnsinnig tolle Sportlerin. Ich habe riesigen Respekt vor ihr. Sowohl privat, als auch aus sportlicher Sicht. Sie hat uns riesengroße Fußstapfen hinterlassen. Was sie gewonnen hat, was sie geschafft hat, das ist wirklich einmalig», sagte Gössner. Die junge Biathletin hatte beim letzten Weltcup des vergangenen Jahres ihr erstes Rennen gewonnen. Ihre ehemalige Zimmerpartnerin Magdalena Neuner war nach dem letzten Winter vom Biathlonsport zurückgetreten.

«Ich versuche», sagte Gössner, «meinen Sport und meine Wettkämpfe so gut wie möglich zu machen. Und ich möchte es auf meine Weise machen. Ich möchte ganz einfach ich sein. Und deswegen kann ich es mir nicht vorstellen», sagte sie.

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ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    4. Januar 2013, 18:19 Uhr
    Aktualisiert:
    25. November 2013, 15:31 Uhr