Neue Schnellbus-Linie: Gute Karten für Pendler

AHAUS/HEEK/VREDEN Das Netz verzweigt sich: Noch 1994 fuhr nur alle zwei Stunden ein Schnellbus von Ahaus nach Münster. Weil viele das Angebot nutzten, richtete Regionalverkehr Münsterland (RVM) einen Ein-Stunden-Takt für den Schnellbus S70 ein. Für die 4200 Fahrgäste im gesamten Streckennetz reicht auch das inzwischen nicht mehr aus.

  • Der Steinfurter Kreisdezernent Franz Niederau, Vredens Bürgermeister Dr. Christoph Holtwisch, der Ahauser Bürgermeister Felix Büter und der Schöppinger Bürgermeister Josef Niehoff schnitten zum Start der Linie symbolisch ein Band durch (v. l.).

    Der Steinfurter Kreisdezernent Franz Niederau, Vredens Bürgermeister Dr. Christoph Holtwisch, der Ahauser Bürgermeister Felix Büter und der Schöppinger Bürgermeister Josef Niehoff schnitten zum Start der Linie symbolisch ein Band durch (v. l.). Foto: Dominique Snjka

Mit dem Schnellbus S71 erweitert RVM die Linie S70. Ab Montag, 7. Januar, starten weitere Fahrten auf der Strecke von Vreden nach Münster: morgens drei zusätzliche Fahrten Richtung Münster und nachmittags drei in die andere Richtung. Das Verkehrsunternehmen hofft, die Busse der RVM damit noch stärker ins Blickfeld von Berufspendlern zu rücken. Für Werner Linnenbrink, stellvertretender Geschäftsführer der RVM, ist die S 70 eine Erfolgsgeschichte: „Das ist nicht selbstverständlich, so viele Fahrgäste zu haben.“

Oft einzige Alternative

Wer kein Auto hat, für den ist der Bus oft die einzige Alternative. „Im ländlichen Raum ist der öffentliche Nahverkehr erfahrungsgemäß schlechter“, so Landrat Dr. Kai Zwicker. Die Versorgung im Norden des Kreises Borken sei gut, „in Ost-West-Richtung nicht so“. Bisher galt das für Ahaus, Heek und Vreden. „Manchmal muss man sich da ja auch an die eigene Nase fassen. Mit dem Bus ist es aber in der Tat nur gefühlt langsamer als mit dem Auto.“ Zumal die S71 tatsächlich schneller als die S70 ist, weil sie nicht in Horstmar und Laer hält, sondern um die Orte herumfährt.

Unter den Fahrgästen sind viele Schüler, ein Drittel Berufspendler. In Ahaus steigen jeden Tag rund 450 Menschen in den S70, um zur Arbeit zu fahren. Eine Zahl, die noch wachsen kann, glaubt Felix Büter, Bürgermeister von Ahaus. „Mit entsprechender Taktung und diesem zusätzlichen Angebote kann ich mir das vorstellen.“

Wirtschaftsfaktor

Für den Kreis ist das erweiterte Streckennetz ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. 2700 Menschen fahren bislang täglich mit dem S70. Damit sei er Buslinie mit der stärksten Nachfrage im Münsterland, schreibt Regionalverkehr Münsterland. Die neue Verbindung verursacht keine Kosten, weil RVM die zusätzlichen sechs Fahrten durch „Umschichtung von Leistungen“ gewinnt, so der Verkehrsbetrieb. Auch die Fahrpreise will das Unternehmen aktuell nicht erhöhen, hieß es gestern dazu.
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