Bürgerversammlung: Umbau der Vinckestraße ist umstritten

ICKERN Das größte Straßenerneuerungsprojekt der vergangenen und wohl auch der nächsten Jahre startet in der zweiten Jahreshälfte in Ickern. Auf einer Länge von einem Kilometer wird die Vinckestraße vollständig neu gestaltet. Nicht alle Anwohner sind darüber glücklich.

  • Den geplanten Mini-Kreisel hier am Vinckeplatz wollen die Bürger nicht: »Rechts vor links reicht.«

    Den geplanten Mini-Kreisel hier am Vinckeplatz wollen die Bürger nicht: »Rechts vor links reicht.« Foto: Wulle

Die Entwurfsplanung wurde den Anwohnern am Dienstagabend im Ratssaal vorgestellt. 120 der insgesamt rund 300 Anwohner äußerten ihren Zorn, ihre Sorgen und ihre Anregungen. Etwa 2,5 Millionen Euro werden die Gesamtbaukosten betragen. Auch die Anwohner werden zur Kasse gebeten. Wütend erklärte Matthias Hart: „Die Stadt hat die Straße bis zum Endanschlag herunterkommen lassen. Und jetzt geht es darum, an das Geld der Bürger zu kommen.“ Für andere Anwohner hätte der EUV die Vinckestraße nach einer Kanalbaumaßnahme vor zehn Jahren vernünftig wieder herstellen müssen. Wieder andere meinten, dass es gar keine Komplett-Erneuerung geben müsse. Eine Reparatur reiche aus. Dafür müssten die Anwohner auch nichts zahlen.

Anlieger müssen sich beteiligen

Nach dem Kommunalen Abgaben-Gesetz (KAG), so erklärte EUV-Chef Michael Werner, sei die Stadt verpflichtet, Anliegerbeiträge zu erheben und so die Bürger an den Umbaukosten zu beteiligen. Die genaue Höhe dieser Kosten soll in Einzelgesprächen mit den Anwohnern erörtert werden. Werner tat sich schwer, eine Größenordnung zu nennen, sagte dann aber: „7 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche ist eine belastbare Zahl. Dabei kommt es aber auch noch auf die Grundstücksausrichtung, die Geschossigkeit und anderes an.“ Wer also ein 1000 Quadratmeter großes Grundstück an der Vinckestraße habe, für den könnte der Beitrag bei 7000 Euro liegen.

Bis 2014 soll die Vinckestraße in drei Bauabschnitten umgebaut werden. Begonnen werden soll in diesem Jahr mit dem Abschnitt von der Ickerner Straße bis zum Vinckeplatz, der in einen Mini-Kreisverkehr umgewandelt werden soll. Den kritisierten die Bürger allerdings heftig. „Rechts vor links reicht“, sagte jemand unter großem Applaus.
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