Herbstrundgang: Ferienzeit ist Borusseums-Zeit

DORTMUND Länderspielpause, Schmuddelwetter, Herbstferien - dafür, dass jungen und alten BVB-Fans nicht langweilig wird, sorgt das vereinseigene Museum der Dortmunder Borussia. Wir haben uns am Donnerstag im Borusseum umgesehen.

  • Familie Höbel versucht sich am Fan-Quiz im Borusseum.

    Familie Höbel versucht sich am Fan-Quiz im Borusseum. Foto: Frank Bock / newspic.de

So viele Verletzte…“ sagt Britta Höbel aus Schermbeck nachdenklich. Sie ist in Gedanken schon beim 20. Oktober: Derby, zu Hause gegen Schalke. Gerade hat sie ihrem Mann eine SMS geschrieben, sie sei mit ihren Töchtern Merle und Lena auf Herbstferienausflug im „schönsten Stadion der Welt“. „Da hat der mich doch tatsächlich gefragt, was wir in Gelsenkirchen machen.“ Sie schüttelt den Kopf. Die Töchter kennen das, nehmen es aber sportlich: Papa hätte halt keinen Geschmack, sagt Merle.

Guter Besuch in den Herbstferien
 
Das Borusseum ist in den Herbstferien gut besucht, ganz unabhängig vom Wetter. Das liegt auch daran, dass das Borusseum eben „kein klassisches Museum ist“, sagt Borusseum-Angestellte Sarah Hartwich. „Hier dürfen Kinder laut sein, herumtoben und alles anfassen.“

Es sei denn, es steht hinter Glas, wie das „Double“-Pack aus Schale und Pokal, den wohl aufregendsten Exponaten aus den vergangenen zwei Jahren.

Alle im Verein denken ans Museum
 
Dazu kommen Kloppos Brille, Nevens Schuhe und die Taktik-Tafel vom Spiel gegen Gladbach im vergangenen Jahr. „Mittlerweile sind alle im Verein dafür sensibilisiert, was ein Ausstellungsstück werden könnte“, sagt Hartwich. „Anfangs wurde das einfach alles weggeworfen oder verschenkt. Wenn jetzt ein Ball nach Abpfiff ins Publikum fliegt, kommen gleich SMS aus allen Richtungen: ‚Den brauchen wir für‘s Borusseum!‘“
 
So wächst die BVB-eigene Ausstellung und gedeiht, drum herum gibt es zudem auch immer mehr Sonderaktionen wie den Traditionsabend am Samstag (13. 10., 19.09 Uhr), bei dem die Meistermannschaft von 1956 und 1957 an der „Wall Of Fame“ geehrt wird, oder die Lesung von Gregor Schnittker aus seinem Derby-Buch am 20.  Oktober (12.30 Uhr).

Erst der Derbysieg und dann...
 
Sascha Bartel steht derweil verträumt vor der Zeittafel, die die BVB-Geschichte von der Gründung bis heute in Bilder übersetzt. Der Iserlohner ist 21 Jahre alt, die großen Erfolge der 90er waren sein Einstieg als Fan: „Da kommen Erinnerungen hoch, das war großartig“, sagt er. „Keinerlei Sorgen“ mache er sich, was die aktuelle Tabellensituation betrifft. Und auch Britta Höbel und Töchter sind optimistisch: „Das wird schon alles. Erst kommt der Derbysieg, dann alles andere.“ 
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Autor
Hauke Hackstein
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    11. Oktober 2012, 18:22 Uhr
    Aktualisiert:
    11. Oktober 2012, 18:26 Uhr