Leckerli-Schach: So vertreibt man grauen Hundealltag im Winter

DORTMUND Hunde-Intelligenzspiele sind immer mehr im Kommen. Auch die Dortmunder Tierpsychologin Nadja Washausen (29) setzt darauf, wenn sie ihre Hunde drinnen beschäftigen will. Vor allem im Winter und bei schlechtem Wetter sorgen Hütchenspiele, Leckerchen-Schach, Türme und Kegel oder andere spielerische Futterspender aus Holz, Hartplastik oder Gummi für Abwechslung.

  • Macy (l.) und Polly beim Leckerli-Schachspiel.

    Macy (l.) und Polly beim Leckerli-Schachspiel. Foto: Dieter Menne

 Es gibt diese Strategiespiele zudem in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen. Mit flinker Pfote schiebt Jack-Russell-Mops-Mischling Macy (10) die kleinen roten Schubladen auf dem Tablett hin und her, bis sie die Leckerchen darunter findet.

Polly dagegen, eine Galgo-Espanol-Hündin (7), setzt lieber die Nase ein. Beide gehen gleichsam mit Elan an die Denksportaufgabe, die ihnen die Zeit vertreibt und bei Erfolg Köstlichkeiten verspricht.

„Strategiespiele sind für alle Hunde geeignet“, weiß Nadja Washausen, „man kann das jedem Hund beibringen. Es gibt keine dummen Hunde, es gibt nur das falsche Spiel.“ Die Tierpsychologin berät Hundehalter, welches Spiel für ihren Hund besonders geeignet ist; denn es gibt so genannte Nasenhunde und Pfotenhunde. Oder beides.

Beagle sind Nasenhunde

Während Jack Russell-Terrier und Labradore laut Washausen viel mit der Pfote arbeiten, seien Beagle eher Nasenhunde. Besonders gelehrig und vielseitig begabt sind nach ihrer Erfahrung Rhodesian Ridgebacks, eine große Hunderasse aus Afrika und Simbabwe: „Die sind unheimlich schlau.“
 
Nadja Washausen rät Hundehaltern, mit den Intelligenzspielen ganz einfach anzufangen. So könne man zunächst ein Leckerchen in einen durchsichtigen Becher legen, in dem der Hund es sehen kann.

    
Den transparenten Becher kann man im nächsten Schritt durch einen farbigen austauschen, ehe man dann zu den schwierigeren Spielen kommt. Beim Leckerli-Schach – das ist schon für Fortgeschrittene – sollte man zunächst den Hund beobachten lassen, wie man die Leckerchen in die Schubladen legt und sie dann bis auf einen Spalt schließt.
 
Langsam anfangen
 
Überhaupt empfiehlt Nadja Washausen, langsam mit dem Beschäftigungsprogramm anzufangen, etwa vier Mal in der Woche eine halbe Stunde. „Es darf kein Druck dabei sein“, betont sie, „es ist schließlich ein Spiel für Hunde, und das sollten sie auch nur spielen, wenn sie Lust dazu haben.“

Macy und Polly sind sehr ausdauernd, doch nachdem sie Leckerchen aus Bällen und Kegeln haben purzeln lassen und Schach-Schubladen immer wieder hin- und hergeschoben haben, liegen sie erschöpft und zufrieden auf der Decke. Die Leckerchen werden von der Ration im Fressnapf abgezogen; denn schließlich ist der Denksport mit Bällchen auch Fitnessprogramm.  
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