72 000 Euro eingenommen: 7785 Strafzettel wurden in Emsdetten verteilt

EMSDETTEN Emsdettens Autofahrer sind entweder zu bequem, haben kein Hartgeld in der Tasche oder handeln nach dem Motto: Ich bin doch nicht blöd. Jedenfalls ziehen sie nicht gern einen Parkschein.

  • Wer keinen Parkschein zieht, muss mit einem Knöllchen rechnen.

    Wer keinen Parkschein zieht, muss mit einem Knöllchen rechnen. Foto: Klaus Spellmeyer

Zwei nette Kolleginnen der Stadtverwaltung heften jeden Tag 30 Knöllchen - im Schnitt. "Letztes Jahr verteilten sie insgesamt 7785 Strafzettel, die meisten fürs Parken ohne Parkschein", teilt Margit Richters, Sprecherin der Stadt Emsdetten auf Nachfrage mit.

Mindestens fünf Euro

In diesem Fall sind mindestens fünf Euro fällig. Ab April werden es zehn Euro sein. Der offizielle Bußgeldkatalog des Verkehrsministeriums wird aktualisiert. Denn in Großstädten rechneten Autofahrer scharf und riskierten lieber fünf Euro fürs Knöllchen, bevor sie die Parkgebühren zahlten. Falschparken soll sich ab April nicht mehr lohnen. In Emsdetten ist das allerdings kein Argument. Denn die Parkgebühren an den gängigen Automaten rund um die Innenstadt belaufen sich auf zehn Cent für zehn Minuten, also 60 Cent pro Stunde. Das ist nicht viel. Allerdings darf man auch nur maximal zwei Stunden parken. Dann muss der Kunde seinen Einkauf abbrechen oder nachbuchen. Wer mit seiner Frau mal auf der Suche nach den passenden Schuhen zum neuen Kleid war, der weiß: Zwei Stunden können sehr knapp werden.

Geld fließt in den Haushalt

Wie dem auch sei: "Wir haben im vergangenen Jahr 72 000 Euro durch Verwarngelder fürs Falschparken eingenommen", erklärt Richters. Das Geld fließt in den allgemeinen Haushalt, wird also nicht für bestimmte Zwecke verwendet.

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Die beiden Frauen waren 2012 fleißig. Denn das Jahr zuvor flossen nur 60 000 Euro in die Stadtkasse. 90 Prozent der Knöllchen werden in Emsdettens Innenstadt verteilt. "Der Innenstadtbereich ist auch der einzige, in dem man Parkscheine ziehen muss", erläutert Margit Richters. Und fehlende Parkscheine machten den Großteil der Knöllchen aus.

57 Prozent der Verwarngelder wurden für Parken ohne Parkschein kassiert.

Jeder vierte Parker hatte keine Parkscheibe im Auto oder die Zeit überschritten.

Fürs Parken im Halteverbot mussten 241 Parker zahlen, 335 Strafzettel hefteten die zwei Teilzeitkräfte an Windschutzscheiben von PKW, die in der Fußgängerzone geparkt wurden.

342 Autos parkten außerhalb der gekennzeichneten Flächen.

Für rund 130 Autofahrer wurde es 2012 richtig teuer: Denn sie haben ihr Auto auf einem Behindertenparkplatz abgestellt. Das kostet gleich 35 Euro.

Übrigens: Greven ist noch fleißiger: Da wurden im vergangenen Jahr fast 10 000 Knöllchen verteilt.

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