Leiche im Wasser: Grausamer Fund in der Ems

EMSDETTEN Ein heiterer Ausflug sollte es werden. Und er endete mit einem grausamen Fund: Eine Kanugruppe entdeckte am Sonntagnachmittag eine in der Ems treibende Leiche.

  • Hinter Reinermanns Brücke konnte die Feuerwehr mit dem Allrad-Pickup direkt an die Ems heranfahren.

    Hinter Reinermanns Brücke konnte die Feuerwehr mit dem Allrad-Pickup direkt an die Ems heranfahren. Foto: Bernd Oberheim

Gegen 14.45 Uhr ging der Notruf bei der Polizei ein – die schickte sofort Einsatzkräfte und die Feuerwehr zur Ems. Zunächst nach Sinningen, wo die Mitglieder des „Smart Club OWL“ die Frau leblos im Wasser gesehen hatten. Wie schon bei dem Badeunfall vor einigen Wochen erwies sich das Terrain als schwer erreichbar, berichtet Feuerwehr-Chef Dieter Rengers im Gespräch mit der EV.

Also wurden Taucher, das Feuerwehrboot und der alarmierte Zug zum Wasserwerk Ortheide geschickt. Gefunden hat die Feuerwehr die Leiche schließlich in der Nähe von Reinermanns Brücke. Die Wehrleute bargen sie vom Wasser aus mit dem Boot, transportierten sie bis zu der Bootseinsatzstelle einige hundert Meter entfernt.

Maximal einen Tag im Wasser


Die etwa 70 bis 80 Jahre alte Frau hat nach Schätzungen von Dieter Rengers und der Polizei maximal einen Tag im Wasser gelegen. Sie war bekleidet, hatte keine Papiere dabei, Identität und Wohnort der Frau waren nicht klar.

„Die Tagestour ist für uns hier beendet“, erzählt Tim Pohlmann neben seinem Kanu stehend, um Lockerheit bemüht und doch wie seine Club-Kollegen vom Erlebten geschockt. In Hembergen waren die Smart-Fahrer aus Ostwestfalen zu der Tour auf der Ems aufgebrochen, die von dem grausamen Fund jäh unterbrochen wurde.

Keine Gewaltspuren

Die Kripo nahm am Nachmittag die Ermittlungen auf, ließ sich vom Notarzt vor Ort die Fakten erläutern. Der fand keine Spuren von Gewalteinwirkung, erste Anzeichen sprächen dafür, dass die Frau ertrunken sei. „Wir gehen nicht von Fremdverschulden aus“, so ein Polizeisprecher.

Am Sonntagabend dann verdichteten sich die Anzeichen, dass die Identität der Frau geklärt sein könnte: „Wir müssen derzeit davon ausgehen, dass die Tote aus Emsdetten kommt“, erklärte Dieter Rengers.



  
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