Umzug in die alte Post: Der Heimatverein hat große Pläne für das neue Heim

GREVEN Die Verträge mit Vermieter Winfried Mermsen sind unterzeichnet. Der Umzug des Heimatvereins in die ehemalige Post in der Alten Münsterstraße ist beschlossen. Die Vorfreude beim Verein ist groß, denn mit den 230 Quadratmetern haben die Mitgliedern große Pläne.

  • Wo früher Päckchen und Briefe aufgegeben wurden, wird der Heimatverein in Kürze seine umfangreiche Sammlung präsentieren. Er hat jetzt die alte Post an der Ecke Alte Münsterstraße/Fredenstiege angemietet.

    Wo früher Päckchen und Briefe aufgegeben wurden, wird der Heimatverein in Kürze seine umfangreiche Sammlung präsentieren. Er hat jetzt die alte Post an der Ecke Alte Münsterstraße/Fredenstiege angemietet. Foto: Michael Hagel

Seit Freitag ist es amtlich: Der Heimatverein zieht in das ehemalige Postgebäude an der Alten Münsterstraße. Die Verträge mit Vermieter Winfried Hermsen wurden an diesem Tag unterzeichnet. Zuletzt war dort „Mc Lager“ untergebracht.

Schon seit einigen Monaten verhandelten der Heimatverein und Winfried Hermsen, Inhaber einer bekannten Tischlerei an der Herbener Straße, miteinander. Zeitweise war auch die Stadt in die Gespräche einbezogen. „Bürgermeister Peter Vennemeyer und die gesamte Verwaltung haben uns sehr unterstützt“, sagt Herbert Runde, beim Heimatverein für den Arbeitskreis Bilddokumente zuständig und maßgeblich an der Konzeptentwicklung „Alte Post“ beteiligt.

"Eine große Brücke gebaut"

Vor allem aber freuen er, die Vorsitzende Gisela Pölking und ihr Stellvertreter Dr. Hermann-Josef Drexler sich über die „tollen Konditionen, die uns der Vermieter gewährt hat.“ Runde: „Er hat uns eine große Brücke gebaut.“ Auf zehn Jahre ist der Mietvertrag angelegt, eine Verlängerung ist natürlich erwünscht. Im Heimatverein seien alle „sehr, sehr glücklich“, so Runde weiter. Insgesamt 230 Quadratmeter können die Heimatfreunde zunächst beziehen, das sind sechs Räume im Erdgeschoss des markanten weißen Baus an der Ecke Alte Münsterstraße/Fredenstiege. Lediglich der Trakt an der rückwärtig gelegenen Rampe bleibt außen vor. Als Option könnte später sogar ein gut 100 Quadratmeter großer Lagerraum im Anbau hinzu gemietet werden.

Der Heimatverein will sich nun ranhalten: Um- und Einzug sind bereits angelaufen, vor allem aus den bisherigen Depots – eine Wohnung an der Münsterstraße 71 und die Martinischule – werden die Dinge innerhalb der nächsten zwei Wochen herübergeschafft. Die alte Post soll nett hergerichtet werden, auch eine Außenwerbung ist vorgesehen. Die meisten Arbeiten wird der Heimatverein in Eigenarbeit leisten, „aber natürlich sind starke Hände stets willkommen“, so Runde.

Gespräche mit Sponsoren laufen

Wie teuer der Umbau der alten Post werden wird, ist noch nicht ganz klar. Weil man vieles selbst macht, hofft man auf möglichst geringe Kosten. Mit der Sparkasse ist bereits ein Sponsor gewonnen, mit weiteren Kandidaten laufen Gespräche. Bis zum 24. März – an dem Datum findet Grevens Frühlingsfest statt – möchte der Verein alles fertig haben.  An diesem Tag soll der Bevölkerung das neue Domizil präsentiert werden. „Mit einem kleinen Fest“, wie Runde ankündigt.

Später wird es in der alten Post feste Öffnungszeiten geben, die Immobilie soll eine Stätte der Begegnung werden. Auch andere Grevener Vereine können die Räume für Sitzungen, Seminare oder Ausstellungen nutzen. Vorgesehen sind zudem Gruppenräume für die Arbeitskreise der Heimatvereins sowie ein Büro für die Verwaltung.

Herzstück wird das Archiv

Herzstück des Komplexes wird natürlich das umfangreiche Archiv des Heimatvereins, also Bücher, Bilder, Dokumente und weitere Dinge von historischem Interesse. Zwei bis drei eigene Ausstellungen pro Jahr möchte der Heimatverein in der Alten Münsterstraße auf die Beine stellen. Ein Getränkeausschank und ein Kuchenverkauf zu bestimmten Veranstaltungen sind in Planung.

Durch das Vermietungsgeschäft Alte Münsterstraße hat der Heimatverein sogar personellen Zuwachs gewonnen: Vermieter Winfried Hermsen ist seit kurzem Mitglied.
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