Römertage: Legionäre marschieren wieder

HALTERN Kochen, schmieden, Schwerter schwingen - am Römermuseum und am Stausee ist am Wochenende wieder das alte Rom zum Leben erwacht. Mehrere tausend Besucher waren nach Haltern gekommen, um sich die Römertage anzuschauen. Die boten zum ersten Mal auch Magie.

  • Der Aufmarsch der Römer.

    Der Aufmarsch der Römer. Foto: Angela Wiese

Das Officina Magica, das Magierbüro, ist dem Römer was dem Menschen heute das Handy. Nach einem Diebstahl mal schnell die Polizei anrufen, das scheiterte in der Antike schon an der Technik. Da half nur der Gang zum Magier, um dort den Dieb zu verfluchen.

Magierbüro mit Fluchtäfelchen

„Diebstähle kamen oft in Thermen vor“, erklärt Historikerin Marianne Gorissen, die bei den Römertagen das Magierbüro betreute. Bevor der Römer ins Bad konnte, musste er die Sachen ablegen. Dann kam es vor, dass sie später weg waren. Beim Magier konnte das Opfer auf Fluchtäfelchen genau aufführen, was ihm fehlte. Dazu, dass der Übeltäter solange nicht sitzen, liegen, schlafen oder Ähnliches sollte, bis er alle Sachen zurück gebracht hat. „Gegen Krankheiten“, entschied sich aber Fleur, wofür das Mädchen ein magisches Täfelchen beschreiben wollte, und bastelte drauf los.

Nicht nur gucken, sondern anfassen und teilweise ausprobieren konnten die Besucher der Römertage auch an den anderen rund 13 Ständen vor dem Museum. Aprikosen mit Pfeffer und Minze bot zum Beispiel Monika Schwaab als typisch römische Vorspeise an. Stilecht im römischen Gewand, mit eingearbeiteter Seide und Goldfäden.

Gäste bastelten Rüstungen selbst

Weniger von den Speisen, dafür besonders von seiner neuen Rüstung war Till begeistert, der mit seinen Eltern extra aus Lippstadt angereist war. „Ich habe mir Schild und Helm gebastelt“, sagte er mit seiner silbernen Pappe auf dem Kopf. Abkühlung bot ihm später die Ruderfahrt in einem der beiden Flusskriegsschiffe auf dem Stausee.
Wie es Tradition ist, marschierten am Wochenende auch die Legionäre wieder in ihren glänzenden Rüstungen auf und zeigten den Zuschauern, wie ein Legionär im Alten Rom die Waffen führte.

Schwitzen unter Rüstungen

Sportlichkeit und Durchhaltevermögen bewiesen die Legionäre bei den Römertagen. Trotz hoher Temperaturen und praller Sonne warfen sich die Männer die Rüstung über. Vom Kettenhemd bis zum Eisenhelm. Ein Anblick, den sich am Wochenende kaum ein Besucher entgehen lassen wollte.
    
Ein bis zwei Stunden hielt so zum Beispiel „Flavius Josephus“ durch. „Ich bewache das Camp“, erklärte er in seiner rund 25 Kilogramm schweren Ausrüstung inklusive Schild. Dass ihm dabei der Schweiß über die Stirn rann, machte ihm nicht viel aus. Genauso wenig wie seinem Legionärskumpan, der bei der Show zu Liegestützen verdonnert wurde. Seine Rüstung sitze nicht richtig, hatte ihm der Vorgesetzte im Spiel vorgeworfen. Die Sitten im Alten Rom waren offenbar streng. Das Publikum genoss das Schauspiel.
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