Integriertes Planungskonzept: Die Zukunft des Dorfs

HORSTMAR Bürgermeister Robert Wenking, Vertreter der Ratsfraktionen und Entscheider aus örtlichen Gremien trafen sich zum ersten "Runden Tisch" im Pfarrheim. Das Planungsbüro Wolters und Partner aus Coesfeld stellte dabei den Entwurf eines integrierten Planungskonzeptes für den Leerer Ortskern vor.

  • Wie kann der Ortsteil Leer an Attraktivität gewinnen?  Darum geht es im integrierten  Planungskonzept.

    Wie kann der Ortsteil Leer an Attraktivität gewinnen? Darum geht es im integrierten Planungskonzept. Foto Franz Neugebauer

Es umfasst den Bereich von der Gartenstraße über die Dorfstraße bis hin zur Burgsteinfurter Straße und Laustiege. Das Planungsbüro war zuvor aufgrund eines Beschlusses des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses dazu beauftragt worden.

Beteiligung

Bestandteil dieses Planungsprozesses ist ein mehrstufiges Beteiligungsverfahren der sachkundigen Bürger und der betroffenen Öffentlichkeit. Durch aktives Einbeziehen der Bürger und der lokalen Akteure soll eine möglichst hohe Transparenz des Planungsprozesses und eine nachhaltige Identifikation mit den Planungszielen erreicht werden. "In einem weiteren ,Langen Tisch' mit besonderen Themen zum Ortskern, Leerstand von Geschäften und Tourismus wird dann auch die Bevölkerung bei den Planungsvorhaben mit ins Boot genommen", legte Bürgermeister Robert Wenking Wert auf einen möglichst weitgehenden Konsens mit allen Beteiligten. Die Initiativen für die Maßnahmen "Unser Dorf soll schöner werden" gehen auf eine Anregung der Leerer CDU zurück. Sie ist allerdings schon 20 Jahre alt. Die Leerer CDU - und insbesondere deren Vorsitzender Ludger Hummert - ließen nicht locker und brachten das Thema immer wieder auf die Tagesordnung.

Fördermittel

Um künftig überhaupt Städteförderungsmittel von der EU, vom Bund und Land NRW zu bekommen, ist ein integriertes Handlungskonzept Voraussetzung. Diese Mittel sind unbedingt notwendig, um die betroffenen Anlieger bei einer Veranlagung zu Anliegerbeiträgen nicht zu hoch zu belasten. Das integrierte Handlungskonzept soll ein Planungs- und Steuerungsinstrument der Entwicklung des Dorfes für die Zukunft sein, Maßnahmen zur Sicherung und Stärkung nachhaltiger städtebaulicher Strukturen beinhalten und Handlungsempfehlungen für einen überschaubaren Zeitraum schaffen.

Themen

Umfangreich waren die Themenbereiche, über die diskutiert wurde. Als Mangel wurde das Fehlen eines Lebensmittelgeschäftes für die Versorgung der Bevölkerung angesehen. "Die Tante Emma Läden leben in anderen Regionen wieder auf, man sollte sich das einmal ansehen, wie das funktioniert" lautete ein Vorschlag. Auch die bereits im Ort diskutierte Genossenschaft kam wieder ins Gespräch. Als großer Nachteil für den Tourismus wurde die Schließung des Lokales "Tante Toni" angesprochen. Eigentümer Ralf Arning versicherte, sich ständig um einen Pächter zu bemühen, leider bisher ohne Erfolg. Der Radtourismus müsse unbedingt durch entsprechende Beschilderung durch den Ort geführt werden, hieß es weiter.

Immobilien

"Das Dorf muss wieder ein Gesicht bekommen" war Meinung in der Runde. Der Tourist müsse den Wunsch haben, noch einmal wiederzukommen. Die Attraktivität des Ortskernes führe auch zu einer Erhöhung der Immobilienwerte. Kein Freund des Abrisses von Häusern, wie jetzt am Kirchplatz mit der Küsterwohnung geplant, war Planer Friedrich Wolters. Hier entstünden leere Räume. Gefordert in der Runde wurde ein Gesamtkonzept, das den Bereich vom Pfarrheim über die Dorfstraße hinaus einschließt. Auf Dauer könne es auch nicht sein, dass Schwerlaster auf dem Parkstreifen an der Horstmarer Straße stehen, lautete eine weitere Forderung. Außerhalb dieses Planungskonzeptes regte Franz Ahmann verkehrsberuhigende Maßnahmen an der Halterner Straße an. "Die Fahrzeuge kommen nur so in den Ort geflogen."

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Autor
Franz Neugebauer
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    21. Dezember 2012, 17:32 Uhr
    Aktualisiert:
    27. Dezember 2012, 15:36 Uhr