Ausstellung einer Meisterin: Lichtraum-Installationen im großen Stil

HÖRSTEL Weiß getünchte Wände und zugehängte Fenster erwarteten die vielen Besucher, als sie am späten Sonntagnachmittag in den Westflügel des DA Kunsthauses Kloster Gravenhorst in Hörstel zur Eröffnung der siebten Winterlicht-Ausstellung strömten.

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  • Die Künstlerin Yvonne Goulbier.

    Die Künstlerin Yvonne Goulbier. Foto: Meisel-Kemper

  • Die Schwarzlicht-Kunst im Gewölbekeller begeisterte die Besucher.

    Die Schwarzlicht-Kunst im Gewölbekeller begeisterte die Besucher. Foto: Meisel-Kemper

  • Der Westflügel erstahlte bei der Eröffnung der Ausstellung in bunten Farben.

    Der Westflügel erstahlte bei der Eröffnung der Ausstellung in bunten Farben. Foto: Meisel-Kemper

Die Verzauberung des Raumes durch die Lichtraum-Installation von Yvonne Goulbier erfolgte erst nach der Vernissage. Im Gewölbekeller und im Remter erwarteten die Besucher Schwarzlicht-Arbeiten als weitere "Orte der Stille", so der Titel der Ausstellung für die gesamte Schau.

Vielfarbige Arbeit

Bernhard Hembrock, stellvertretender Landrat, ließ es sich nicht nehmen, einen Rückblick auf das Jahr 2012 zu wagen. "Sie und ihre Mitstreiter haben auch 2012 ein tolles Programm auf die Beine gestellt", wandte sich Hembrock an die Kunsthaus-Leiterin Gerd Andersen und ihr Team.

Andersen machte Appetit auf die reizvolle, abstrakte und vielfarbige Arbeit von Goulbier, die mit der Leihgabe riesiger Strahler aus dem Haus der Staatsoper Hannover den großen Raum komplett verändern sollte.

Riesige Pinselstriche

Goulbier bezeichnete sie als "Meisterin der Großprojektionen", die sich an diesem Ort wöchentlich verändern würden. Riesige Pinselstriche in leuchtendem Rot, Blau, Gelb und dezentem Grün überzogen jedes Detail des Raumes vom Boden über die Wände bis in den offenen Dachstuhl.

Selbst die Besucher wurden Teil der Installation entweder als Farbträger oder als Schattenumrisse, wenn sie sich durch den Raum bewegen.

Im Remter, dem ehemaligen Kapitelsaal des Klosters, spürte Goulbier der Geschichte des ehemaligen Frauenklosters nach. Auf den Fragmenten des alten Fußbodens aus dem 14.Jahrhundert legte sie ein "Inselmeer", so Andersen aus den Figuren des Corpus Christi, die sie im Devotionalienhandel erworben hatte. Schwarzlicht ließ die Formationen leuchten.

Sternenhimmel

Die Gesamtumrisse der beiden "Inselmeere" weckten Assoziationen an ein Hemd, das Christus auf dem Weg zur Kreuzigung getragen haben soll.

Im Gewölbekeller verzauberte Goulbier die Besucher durch den Boden, der zum Sternenhimmel geworden ist. Schwarzlicht ließ auch hier wieder die kleinen Punkte leuchten, während von der Decke kunstvolle "Planeten" aus Tüll, Karnickeldraht, roten Rosen und Corpus-Christi-Figuren hingen.

"Durch die immaterielle Qualität von Licht erschafft die Künstlerin neue imaginäre Orte von märchenhafter Schönheit mit einer hohen Erlebnisintensität", hatte Andersen ihre Eindrücke von diesem Raum in der Einführung zusammengefasst. Sie hatte Recht!
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Autor
Elvira Meisel-Kemper
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    6. Dezember 2012, 16:05 Uhr
    Aktualisiert:
    10. Dezember 2012, 13:12 Uhr