Ressourcen und Kosten sparen: Ökoprofit-Projekt des Kreises Steinfurt geht in die siebte Runde

RHEINE Unternehmen möchten Grauzonen im Produktionsprozess aufdecken, die vorher kaum beachtet wurden. Dort hoffen sie Einsparungspotentiale zu finden.

  • Am Donnerstag fiel im Bagno der Startschuss zur aktuellen Ökoprofit-Runde. Diese Unternehmer machen mit.

    Am Donnerstag fiel im Bagno der Startschuss zur aktuellen Ökoprofit-Runde. Diese Unternehmer machen mit. Foto: Nix

Solchermaßen motiviert beteiligen sich 12 Firmen an der siebten Runde des "Ökoprofit-Projektes" im Kreis Steinfurt. Landrat Thomas Kubendorf gab am Donnerstag den Startschuss im Bagno-Restaurant Burgsteinfurt. Ökoprofit ist Teil des Agenda-21-Prozesses des Kreises. Morgens stand erst einmal ein Workshop zur Projekteinführung mit dem Thema "Umweltvorsorge im Betrieb" auf dem Programm.

Bisher sechs Projekte

Die Idee ist simpel aber wirkungsvoll und zukunftsorientiert: Betriebe schonen die Umwelt und senken dadurch ihre Kosten. Ziel ist, durch konkrete Maßnahmen den Verbrauch von Energie und Wasser zu minimieren und das Abfallaufkommen zu verringern. Sechs Projektgänge wurden bereits im Kreis Steinfurt mit insgesamt 84 Unternehmen erfolgreich durchgeführt.

"Jährlich konnten zusammengerechnet bisher 1653 Tonnen Abfall vermieden werden, darüber hinaus ergaben sich eine Ersparnis von 27 Millionen Kilowattstunden Strom sowie 13300 Kubikmeter Wasser", resümierte der Landrat. Das entspricht einer jährlichen Einsparung von 3,1 Millionen Euro Betriebskosten.

"Zwei Drittel der Sparmaßnahmen waren ohne zusätzliche Investitionen möglich", betonte Kubendorff. "Wenn investiert werden musste, amortisierten sich die Aufwendungen meist innerhalb eines Jahres."

Im Fokus stehen jetzt die Aufdeckung von Potentialen und der Erfahrungsaustausch. Die Vernetzung der Unternehmen spielt dabei eine große Rolle. Unterstützung erfahren sie dabei durch Betriebsbegehungen und Einzelberatungen.

Wettbewerbsfähigkeit

Ansprechpartner sind die Umweltberater der ArGe B.A.U.M. Consult GmbH und Wessling GmbH. In Workshops erfahren die Ökoprofit-Teilnehmer, wie sie Sparpotentiale ermitteln und ausschöpfen.

"Nordrhein-Westfalen ist bei Ökoprofit ein Vorreiter", so Dorothee Meier von B.A.U.M.. "Wir können damit zwar nicht die Welt retten, aber wir können im kleinen erkennen, wo wir Ressourcen und Kosten sparen", fügte sie hinzu.

Viele der teilnehmenden Unternehmen hoffen vor allem, in Zukunft an der Energieschraube drehen zu können und in diesem Bereich besser dazustehen. Damit wollen sie ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern, aber auch in Sachen Umweltmanagement aktiver werden. Umweltgerechte Produktionsprozesse, verbunden mit gleichzeitiger Reduzierung des Strom-, Gas, Öl-. Oder Kraftstoffverbrauchs wünschen sich viele.

Jetzt geht es darum, "Impulse zum Bessermachen" zu bekommen, umzusetzen und auszutauschen.

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Autor
Rainer Nix
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    17. Dezember 2012, 11:55 Uhr
    Aktualisiert:
    17. Dezember 2012, 17:29 Uhr