Astrid Kellers Krippenlandschaft: Kunterbunte Krippenwelt

METELEN Die viel- und kleinteilige Krippenlandschaft im gemütlichen Wohnzimmer von Astrid Keller in Metelen zeugt von einer großen Tierliebe. Ganze Tierfamilien bevölkern die einzelnen Abschnitte.

  • Astrid Keller vor ihrer Weihnachtskrippe.

    Astrid Keller vor ihrer Weihnachtskrippe. Photographer:Meisel-Kemper

Alles begann vor knapp zehn Jahren, als Astrid Keller nach dem Tod ihrer Oma deren Krippe entdeckte. Wenig später kam eine zweite Krippe aus der Verwandtschaft hinzu. Beide Krippen wurden die markanten Gebäude für eine Krippenlandschaft, welche die bekennende Protestantin der biblischen Geschichte nachempfunden hat.

Botschaft

"Immer wieder kommen Kinder mit ihren Eltern und schauen, wo ihre Tiere und Figuren geblieben sind. Ich habe da selber Spaß dran. Für diese Kinder geht auch die Botschaft von der Geburt des Christuskindes weiter", erläutert die 42-Jährige überzeugend.

Die Krippe ihrer Oma mit den festgeklebten, unveränderbaren Figuren blieb bestehen. Alles andere hat sie selbst gebastelt oder von Freunden, Nachbarn und Verwandten geschenkt bekommen. "Diese Ente ist zwar ein bisschen bunt, aber die hat mir jemand aus Frankreich mitgebracht.

Seehund

Ganz artfremd schwimmt ein Seehund auf dem Teich zwischen den Enten. Den habe ich von einem Kind geschenkt bekommen, das jedes Jahr nachschaut, ob es ihm gutgeht", strahlt Keller bei der Erzählung, wie sie zu den einzelnen Figuren gekommen ist.

"Fassen sie mal das Schweinchen an, das ist ganz flauschig. Einige Schweinchen sind ausgebüxt. Mittlerweile habe ich eine komplette Bärenfamilie und eine komplette Fuchsfamilie", freut sie sich ungebremst.

Vieles hat sie jedoch auch selbst gebastelt. Der Wegweiser mit der Aufschrift "Bethlehem" ist eine hölzerne Pommesgabel, die sie zum Bräunen in Kaffee gelegt hat. Der Stab, an dem der Wegweiser befestigt ist, stammt von Silvesterböllern.

Aufbau

"Aus den Mundspateln meiner Hausärztin habe ich den Zaun an der Tischlerwerkstatt gemacht. Die Arbeitsgeräte habe ich aus Miesmuscheln, Raketenstäben oder Teelichtern gebastelt. Für den Tisch in der Küche habe ich das Essgeschirr ebenfalls aus Teelichtern geschnitten. Das Besteck war das Kniffligste. Die habe ich aus Streichholzstielchen gebastelt", erläutert die Frührentnerin, die das ganze Jahr am Schauen, Sammeln und Basteln ist. Für die pure Aufbauzeit braucht sie jedes Mal 15 bis 20 Stunden. Bis der Unterbau aus Schachteln und Tupperschüsseln mit der gesamten Beleuchtung steht, vergeht die meiste Zeit. Danach baut sie das getrocknete Moos oder die Kunstbäume auf.

Besucher

Von November bis Ende Januar lässt sie normalerweise die Krippe stehen, damit möglichst viele Besucher sie anschauen können. "In diesem Jahr steht sie erst seit einer Woche, da ich vorher aus gesundheitlichen Gründen nicht dazu gekommen bin", schränkt sie ein.

Das Ergebnis ist wieder ein echter Hingucker, in dem immer noch etwas fehlt. "Mir fehlen fliegende Vögel, vor allem Tauben für den Taubenschlag", deutet Keller ihr nächstes Ziel der Veränderung an.

Autor
Elvira Meisel-Kemper
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    21. Dezember 2012, 17:26 Uhr
    Aktualisiert:
    27. Dezember 2012, 15:36 Uhr
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