Inventur in Metelens Geschäften: Mit Kuli und Scanner

METELEN Wurde in der Silvesternacht noch allerorts runtergezählt, wird zur Zeit in den Metelener Geschäften fleißig zusammengezählt: Ende Dezember und Anfang Januar ist Inventur-Zeit.

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  • <p>Beatrix Krude kommt auch ohne Elektro-Hilfsmittel gut zurecht. Sie führt die Inventur ganz klassisch mit Papier-Listen durch.</p>

    <p>Beatrix Krude kommt auch ohne Elektro-Hilfsmittel gut zurecht. Sie führt die Inventur ganz klassisch mit Papier-Listen durch.</p> Foto: Maas

  • <p>Wir müssen draußen bleiben: Wegen der Inventur hatte der "K+K"-Supermarkt gestern bis 15 Uhr geschlossen.</p>

    <p>Wir müssen draußen bleiben: Wegen der Inventur hatte der "K+K"-Supermarkt gestern bis 15 Uhr geschlossen.</p> Foto: Maas

  • Wolfgang Hillmann freut sich über die Möglichkeit, seine Waren per Scanner zusammen zu zählen. "Das geht schon schneller als früher", weiß er.

    Wolfgang Hillmann freut sich über die Möglichkeit, seine Waren per Scanner zusammen zu zählen. "Das geht schon schneller als früher", weiß er. Foto: Maas

Die Inventur, die für jeden Kaufmann zum Schluss eines Geschäftsjahres verpflichtend ist, deckt dabei Differenzen zwischen Soll- und Ist-Beständen auf. In Zeiten von Daten-Autobahnen sicherlich eine elektronische Angelegenheit - oder?

"Wir haben das alles von Hand gemacht", erzählt ein Ladenbesitzer. "Wir sind ganz klein, da brauchen wir keine elektronischen Hilfsmittel."

Kugelschreiber-Arbeit

Auch Beatrix Krude vom Blumenhandel Grave bemühte für die Inventur noch ganz klassisch Kugelschreiber und Papier. "Ach, das machen wir so", sagt sie und lässt dabei auch keine Sehnsucht nach elektronischer Hilfe erkennen.

Zu zweit, in zwei Tagen, "meistens mittags und abends" war die Inventur schnell erledigt. Selbst die Tatsache, dass Blumen und Keramik-Artikel mit unterschiedlicher Mehrwertsteuer daher kommen und deswegen in unterschiedliche Listen eingetragen werden müssen, ließ die Bestandaufnahme nicht zu einer Wissenschaft werden.

Offizieller aber nicht komplizierter

Auch wenn man die Filiale einer großen Firma ist, wie das Kleidungsgeschäft "Ernsting's Family", laufen die Zählungen zwar offizieller ab – aber trotzdem unkompliziert. "Es kommt extra ein Inventur-Team von der Zentrale", erzählt Mitarbeiterin Marita Focke.

"Die gucken sich das an, sagen, wie viele Leute sie von uns noch als Helfer möchten und dann sind wir in zwei bis drei Stunden fertig." Das geht mithilfe elektronischer Unterstützung: Barcode eingescannt und fertig. Die Daten gehen dann auf direktem Weg zur Zentrale.

Erstmals werden durch die Inventur nicht die Öffnungszeiten beeinträchtigt. Nach Ladenschluss um 18 Uhr wuseln die Mitarbeiter mit den Scannern umher. Zur Zeit laufen die Vorbereitungen in Lager und Laden: "So geht es schneller", weiß Marita Focke.

"Vorbereitung ist alles"

Das sieht auch Elisabeth Hillmann-Zutelgte so: "Vorbereitung ist alles", schmunzelt sie, die die Inventur mit Ehemann Wolfgang Hillmann schon hinter sich gebracht hat. "Umso kürzer man den Zeitraum hält, an dem man einscannt, desto weniger Fehler unterlaufen einem", weiß sie aus Erfahrung.

Dass die Inventur in Zeiten des elektronischen Ein- und Verkaufs Pflicht ist, findet sie zumindest "lästig" aber: "Letzten Endes macht es schon Sinn. Diebstähle und Buchungsfehler lassen sich so eben aufdecken."

Und Wolfgang Hillmann ergänzt: "Es geht ja heute auch viel schneller mit dem elektronischen Scanner."

Mysterium Inventur

Stressfrei wird es dadurch jedoch auch nicht, besonders bei erheblich größerem Sortiment. So hatte der Metelener "K+K"-Supermarkt gestern wegen Inventur erst ab 15 Uhr geöffnet.

Während der Filialleiter dort auch nach Ladenöffnung nicht die Zeit für Auskünfte fand, hatte das Schweigen bei Supermarkt-Konkurrent "Netto" einen ganz anderen Grund: "Betriebsgeheimnis", schmunzelte die Mitarbeiterin.

Mysteriöses Zusammenzählen also – so bleiben auch im Elektronik-Zeitalter immer noch ein paar Rätsel über.

 

 
Autor
Steffen Maas
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    3. Januar 2013, 17:12 Uhr
    Aktualisiert:
    7. Januar 2013, 11:05 Uhr
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