Vom Pättken zum Zubringer: Anwohner kritisieren Anbindung der Eschstraße an die Wolbecker Ortsumgehung

WOLBECK Neue Unruhe an der Trasse der künftigen Wolbecker Ortsumgehung: Nun beschweren sich Anwohner über die geplante Anbindung der Eschstraße an die Umgehung. Für Donnerstag haben sie eine Versammlung anberaumt und wollen sehen, wie man den Ausbau der Eschstraße noch verhindern kann.

  • Noch ist die Eschstraße ein Pättken. Parallel zum Umgehungsbau soll sie aber als Zubringer ausgebaut werden. Mit anderen Nachbarn will Ralf Kerstgens sich dagegen wehren.

    Noch ist die Eschstraße ein Pättken. Parallel zum Umgehungsbau soll sie aber als Zubringer ausgebaut werden. Mit anderen Nachbarn will Ralf Kerstgens sich dagegen wehren. Foto: Beintken

Bisher ist die Eschstraße zuerst eine verkehrsberuhigte Straße, die in eine Wohnsiedlung führt, im späteren Verlauf dann sogar nur ein idyllisches Pättken, das als Spazier- und Radweg bis nach Angelmodde geht. Ein wenig Betrieb ist dort eigentlich nur, wenn am Dienstag der nahe Recyclinghof geöffnet hat. Doch mit der Ruhe könnte es schon bald vorbei sein.

Verkehrsaufkommen steigt

Von wenigen hundert auf bis zu 5000 Fahrzeuge am Tag soll das Verkehrsaufkommen steigen, wenn die Eschstraße zum Umgehungszubringer wird, zitiert Ralf Kerstgens eine Verkehrsprognose der Stadt. Ausgebaut werden soll die Straße dazu auf 6,50 Meter Breite, zusätzlich soll sie einen Fuß- und Radweg bekommen, erklärt der städtische Verkehrsplaner Gerhard Witt. "Das wird eine normale zweispurige Straße."

Goldbrink, Silberbrink, Eschstraße, Tönne-Vormann-Weg - das gesamte Wohngebiet werde durch die ausgebaute Straße vom Ortskern abgeschnitten, meint Kerstgens. Gerade für die Kinder, die zum Schulzentrum fahren, sei die künftig viel befahrene Straße eine Gefahr.

"Die Pläne sind völlig überholt", meint Kerstgens. Als die Umgehung und ihre Anbindungen vor Jahrzehnten geplant wurden, da standen rund um die Eschstraße noch keine Häuser. "Damals war Wolbeck dort zu Ende", meint Kerstgens.

Bebauungsplan

Klar haben er und die Nachbarn damals in den Neunzigern gewusst, dass im Bebauungsplan von einer möglichen Anbindung der Eschstraße an eine möglicherweise zu bauende Umgehungsstraße die Rede war. "Doch gerechnet hat keiner mehr damit."

    
Nun hat man gehört, dass in der Bezirksvertretung Südost bereits Bebauungspläne auf den Tisch gekommen sind. Hinter verschlossenen Türen, in nicht-öffentlicher Sitzung. "Warum werden wir, die wir den Preis für die Entlastung des Ortskerns zahlen sollen, nicht informiert?", fragt Kerstgens. "Will man dieses heikle Thema aus dem Wahlkampf raushalten?"

Normales Verfahren

Die Pläne gibt es tatsächlich und es sei ganz normal, dass die Politik darüber zuerst in nichtöffentlicher Sitzung informiert wird, sagt Verkehrsplaner Witt. Schon bald soll der Planungsausschuss beraten und das weitere Verfahren beschließen. Dabei gebe es natürlich eine Bürgerbeteiligung und später noch einmal eine Offenlegung der Pläne, bei der die Bürger abermals Einwände und Bedenken formulieren können, betont der Verkehrsplaner Witt: "Wir spielen mit offenen Karten. Da passiert nichts ohne die Beteiligung der Bürger."
  • Informationstreffen am Donnerstag (27. August) um 17.30 Uhr auf der Wiese am Tönne-Vormann-Weg.
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