Bahnsteige fertig: Diese Teile des Hauptbahnhofs sind schon saniert

MÜNSTER Meilenstein auf dem Weg zu einem barrierenfreien Hauptbahnhof: Seit Montag und damit rechtzeitig zum erwarteten Ansturm der Weihnachtsmarktbesucher sind alle neun Bahnsteige fertig. "Es gibt praktisch keine Einschränkungen mehr", sagt Bahnhofsmanager Uwe Lüers.

  • Auf den Bahnsteigen sind neue Bänke aufgestellt, 72 davon in hellen Warteräumen mit Heizstrahlern

    Auf den Bahnsteigen sind neue Bänke aufgestellt, 72 davon in hellen Warteräumen mit Heizstrahlern Foto: Helmut Etzkorn

Rund 55.000 Bahnfahrer aus der Region werden an den Adventswochenenden pro Tag in der Westfalenmetropole erwartet. Vom Haupteingang bis zum Aufgang Gleis 8 ist inzwischen der Südtunnel von 5,70 auf 10,20 Meter verbreitert.

Künftig wird es auch dann nicht mehr eng, wenn mit einer Regionalbahn gleichzeitig 400 Menschen den Tunnel bevölkern.

Im schmaleren Nordtunnel sind die ersten Hartglas-Fassaden an den Wänden und die Beleuchtung ist installiert. „Das ist jetzt kein dunkles Loch mehr, sondern ein heller und freundlicher Zugang“, so Lüers. An den neun Bahnsteigkanten wurde 3000 Meter Blindenleitstreifen verlegt, rund 15.000 Quadratmeter Betonstein liegen im Boden.

Zu viel Dreck beim Probebetrieb

Am Bahnsteig 10 (Gleise 9,11,12) wird Anfang Dezember die letzte der acht Rolltreppen Fahrt aufnehmen, auch der vierte Aufzug steht vor der TÜV-Abnahme.
    
Weil es beim Probetrieb der ersten Rolltreppe Probleme mit Staub, Steinbrocken und groben Dreck durch die parallel laufenden Arbeiten auf dem Bahnsteig gab, hat man die anderen Fahrtreppen jeweils erst nach Abschluss der Buddelei an der Bahnsteigkante ins Rollen gebracht.

Computerstimme lernt "Coesfeld"

Das Lautsprechersystem ist mit Ausnahme von Gleis 10 bereits ausgetauscht. Neben der automatischen Computer-Ansage wird es auch künftig zwei Sprecherinnen geben, die sich ins laufende Geschäft einmischen und für Sonderdurchsagen bei Störungen und veränderten Zeiten aktuell reagieren können.

Die Computer-Stimme bekommt ein neues Programm, damit künftig nicht mehr „Cösfeld“ oder „Söst“ als Reiseziele verlautbart werden müssen.

Auf den Bahnsteigen sind neue Bänke aufgestellt, insgesamt 460 überdachte Sitzplätze stehen zur Verfügung. 72 davon in hellen Warteräumen mit Heizstrahlern.

Neues Empfangsgebäude ab 2015

Am Freitag wird es allerdings noch einmal kurzfristig Störungen geben. Im Gleis 4 sind Schotterarbeiten notwendig, bis zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember werden deshalb einige Züge auf andere Bahnsteige umgeleitet. Insgesamt, so Lüers, sei man beim 36 Millionen Euro teuren Projekt „neue Verkehrsstation“ voll im Zeitplan. Bis zum Frühjahr 2013 soll die komplette Baustelle abgearbeitet sein.

Das gläserne Empfangsgebäude soll ab Anfang 2015 entstehen. Die Planungen laufen schon.
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