Großbaustelle 2013: Domplatz wird für ein Jahr gesperrt

MÜNSTER Die öffentlichen Parkplätze am Domplatz sind dicht, die Pferdegasse als Hauptzufahrt zum Wochenmarkt komplett gesperrt und acht City-Buslinien müssen großräumig umgeleitet werden: 2013 läuft wegen vieler Bauarbeiten rund um das neue Landesmuseum so gut wie nichts mehr für Autofahrer und den Nahverkehr.

  • Rund um den Neubau des Landesmuseums gibt es 2013 umfangreiche Tiefbauarbeiten. Ein Jahr lang ist die Pferdegasse (links) als Hauptzufahrt zum Domplatz zu. Auch Johannisstraße (vorn) und Rothenburg (rechts) sind voll gesperrt.

    Rund um den Neubau des Landesmuseums gibt es 2013 umfangreiche Tiefbauarbeiten. Ein Jahr lang ist die Pferdegasse (links) als Hauptzufahrt zum Domplatz zu. Auch Johannisstraße (vorn) und Rothenburg (rechts) sind voll gesperrt. Foto: Helmut Etzkorn

Nicht nur für Verkehrsplaner ist die von Januar bis November 2013 angedachte Vollsperrung von Pferdegasse, Johannisstraße, Rothenburg und Domplatz rund um den Museumsneubau „eine Herausforderung“, sagte Stadtdirektor Hartwig Schultheiß am Dienstag. Das Tiefbauamt will im Herzen der Stadt nicht kleckern, sondern klotzen.

Um „zügig fertig werden zu können“, so Amtschef Michael Grimm, habe man sich für die komplette Sperrung entschieden.

Neue Leitungen im Boden

Dickster Brocken ist die Kanalsanierung. Die alten Rohre aus dem Jahr 1906 haben massive Schäden und müssen komplett raus aus dem Boden. Die Kosten liegen allein für diese Erneuerungsmaßnahme bei rund 1,2 Millionen Euro.

Wenn die Straßen einmal auf sind, erneuern auch die Stadtwerke ihre Versorgungsleitungen (Strom, Wasser, Gas) und schließen das Museum ans Fernwärmenetz ab. Das gesamte Areal soll besonders für Fußgänger attraktiver werden.

Breitere Gehwege

Rothenburg und Pferdegasse bekommen breitere Gehwege zu Lasten des Straßenraums. Die Fahrbahnen werden schließlich mit einem Natursteinpflaster-Oberbau ausgestattet. Gehweg und Museumsvorplatz bekommen kleine Natursteine verpasst, die Kosten liegen insgesamt bei rund 745.000 Euro.
    
Schultheiß: „Unser Ziel ist es, den Eingang in die Altstadt an dieser Stelle deutlich aufzuwerten. Gleichzeitig soll die Verkehrssituation übersichtlicher werden.“ Im Bereich Pferdegasse/ Rothenburg will man sich von überflüssiger Beschilderung trennen, alles soll nach der Museums-Eröffnung im Frühjahr 2014 attraktiver auch auf Touristen wirken.

Umleitungen für Marktbeschicker

Für die Marktbeschicker fällt im kommenden Jahr die Zufahrt über die Pferdegasse weg. Die Anfahrt früh morgens soll komplett über die Rothenburg, Prinzipalmarkt und Michaelisplatz erfolgen. Bei der Abreise am Nachmittag könnten kleine Fahrzeuge auch in Richtung Spiegelturm abfahren.

Die öffentlichen Parkplätze am Dom sind komplett dicht. Auch die Stadtbahn und der Touristen-Doppeldeckerbus können nicht mehr ihren zentralen Anlaufpunkt Domplatz erreichen.

Acht Buslinien betroffen

Komplizierter wird die Sache für die Stadtwerke. Alle acht Linien auf der Domachse (1,2,10,11,12,13,14 und 22) müssen ringförmig umgeleitet werden. Details sollen laut Stadtwerke-Sprecherin Petra Willing in den kommenden Monaten erarbeitet werden.

Weil die Uni 2013 mit den Arbeiten am Archäologiemuseum/ Fürstenberghaus beginnt, dürfte sich die Verkehrssituation weiter zuspitzen. Für Anlieger (Bezirksregierung) werden Ausnahmeregelungen geschaffen.

Infoabende geplant

Einen Vorgeschmack auf die Großbaustelle bekommen die Domplatzbesucher im September. Dann beginnt die Kanalsanierung Johannisstraße/ Rothenburg. Zumindest in diesem Abschnitt wird mit einem unterirdischen Rohrvortriebsverfahren gearbeitet.

„Lediglich für den Bau der Anschlussschächte wird in die Fahrbahn eingegriffen“, verspricht Grimm. Seit Dienstag werden die Anlieger informiert. Infoabende ähnlich wie beim Projekt Königsstraße sind geplant.
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