Evangelische Kirche: Nienberger Protestanten gehören jetzt zur Gemeinde Havixbeck

NIENBERGE Für die Protestanten in Nienberge beginnt das neue Jahr mit einer großen Veränderung: Sie gehören jetzt der Evangelischen Kirchengemeinde Havixbeck an. Die Gläubigen müssen sich also wiederum - nach einer längeren Leidensgeschichte - auf einen neuen Weg machen.

  • Die Zukunft des Lydia-Gemeindezentrums ist nur eine der »Baustellen«, die man in der Evangelischen Kirchengemeinde Havixbeck angehen muss.

    Die Zukunft des Lydia-Gemeindezentrums ist nur eine der »Baustellen«, die man in der Evangelischen Kirchengemeinde Havixbeck angehen muss. Foto: Archiv Böckling

Eine gewisse Erfahrung haben die evangelischen Christen in dieser Hinsicht ja bereits: Im Jahr 2007 fusionierte die ehemalige Lydia-Kirchengemeinde Nienberge mit Kinderhaus, es formierte sich die damals neue Emmaus-Gemeinde. Dieser gehörten die Nienberger zum Jahreswechsel an. Die Erwartungen waren damals groß, doch viele Gläubige aus Nienberge fühlten sich im Laufe der Zeit allein gelassen.

Leidensgeschichte

Das weiß auch Dr. Oliver Kösters, Pfarrer in Havixbeck und künftig auch verantwortlich für den Nienberger Gemeindeteil: „Nienberge hat eine lange Leidensgeschichte hinter sich.“ Daher sei es jetzt umso wichtiger, dass man positiv nach vorn blicke.

Dr. Kösters ist in Nienberge kein Unbekannter, arbeitete er doch bereits früher schon seelsorgerisch in Münsters Westen: „Eine Tatsache, die es vielleicht einfacher macht, beide Seiten kennen sich.“ Und: Havixbeck und Nienberge haben aus gemeindlicher Sicht auch eine gemeinsame Vergangenheit, gehörten beide Gemeindeteile doch in der 70er- und 80er-Jahren bereits zusammen. Wichtig sei es laut Kösters, „ein gemeinsames Konzept zu finden: „Wo sind wir derzeit – und wo wollen wir hin?“

Zentrums-Sanierung

Eines neuen Konzeptes bedarf es auch hinsichtlich der Zukunft des Lydia-Gemeindezentrums. Bekanntlich besteht dort erheblicher Sanierungsbedarf. Doch auch das Gemeindehaus in Havixbeck muss renoviert werden. Dr. Kösters: „Also müssen wir uns im Hinblick auf beide unserer Gebäude Gedanken machen.“ Wann man mit welchen Arbeiten beginne, könne man erst nach einigen gemeinsamen Gesprächen sagen.

Zunächst sei es aber wichtig, dass man gemeinsam ein Profil finde, in dem sich nach Aussage Kösters jeder wiedererkenne: „Wer sind wir als Gemeinde?“ Diese Gemeinde gelte es dann mit Leben zu füllen. „Das Zusammenwachsen ist ein weiter Weg. Es gilt, beide Gemeindeteile mit ihren Gemeindegliedern mitzunehmen auf diesem Weg.“

Dabei sei es auch wichtig, dass eine gewisse Eigenständigkeit bestehen bleibe: „Nienberge ist zwar ein Teil der Evangelischen Kirchengemeinde Havixbeck, aber Nienberge muss und darf auch Nienberge bleiben.“ Dass dies gelingt, davon ist der Pfarrer überzeugt: „Ich kenne Nienberge und weiß daher auch, welches Potenzial dort vorhanden ist.“

Besonderes Zeichen

Ein besonderes Zeichen setzte die Evangelische Gemeinde Havixbeck bereits im Vorfeld des Zusammengehens, als man die Örtlichkeiten für den Festgottesdienst anlässlich der Erweiterung der Gemeindegrenzen festlegte: Dieser beginnt am 13. Januar (Sonntag) um 10 Uhr nämlich im Lydia-Gemeindezentrum in Nienberge. Nach dem Gottesdienst setzt man eine alte Tradition fort, die gelebte Ökumene vor Ort: Der Festempfang steigt im katholischen Pfarrzentrum St. Sebastian.
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Autor
Kay Böckling
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    2. Januar 2013, 16:11 Uhr
    Aktualisiert:
    9. Februar 2013, 16:27 Uhr